Bilanz ernüchternd. Seltene Erden immer begehrter. T. 2.

Deutscher Fachverl.
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Deutscher Fachverl.

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Frankfurt/Main

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0933-3754

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ZLB: Zs 5887
BBR: Z 551

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Abstract

Europa ist in höchstem Maße abhängig vom Import Seltener Erden. Sie werden dringend benötigt für die Entwicklung zukunftsträchtiger Technologien wie etwa bei Generatoren für Windkraftanlagen oder bei Nd-Magneten in Elektro- und Hybridfahrzeugen, Festplatten Kernspintomographen und Lautsprechern. Neuester, noch entwicklungsfähiger Einsatzfall ist die magnetische Kühlung, mit der bei Kühlschränken, industriellen Kühlsystemen, Klimaanlagen und Wärmepumpen eine Energieeinsparung von über 50 Prozent möglich ist. Der Name "Seltene Erden" stammt noch aus den Zeiten ihrer Entdeckung. Ab Ende des 18. Jahrhunderts wurden sie nach und nach in seltenen Mineralien gefunden. Zur Gruppe der Seltenen Erden gehören insgesamt 17 Elemente, die aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften in schwere und leichte Seltene Erden eingeteilt werden. Meist werden sie als Nebenprodukte beim Abbau von anderen Metallen wie Eisenerz, Uran oder Titan gewonnen, was mit nicht unerheblichen Umweltauswirkungen verbunden ist. Derzeit ist die Europäische Union (EU) darauf angewiesen, ihren Bedarf an Seltenen Erden zu rund 90 Prozent aus China zu decken. Aufbauend auf einer Studie des Öko-Instituts wird in dem Beitrag ausgeführt, dass nur eine EU-weite Recyclingstrategie die Rohstoffversorgung für die Entwicklung von innovativen Technologien sichern kann. Der Vorschlag des Öko-Instituts sieht folgende acht Punkte vor: Errichtung eines europäischen Kompetenz-Netzwerks mit allen relevanten Akteuren; Start der Grundlagenforschung zu Raffination und Verarbeitung; Erstellen einer europäischen Stoffstromanalyse, um Datenlücken zu schließen; Identifikation von Pilotprodukten wie Magnete, Bildschirme, Katalysatoren; Aufbau eines Sammel- und Vorbehandlungssystems für Reststoffe mit Seltenen Erden; Entwicklung von Pilot-Recyclinganlagen; Finanzielle Absicherung von Investitionen in Recyclinganlagen; Schaffung beziehungsweise Anpassung des rechtlichen Rahmens.

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Entsorga-Magazin

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Nr. 1/2

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S. 24-27

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