"Deutsche Flüsse oder deutsche Kloaken?" Städtehygiene und Gewässerschutz in Preußen, 1870-1918, zwischen Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung. Ein Beitrag zur historischen Umweltforschung.

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Bielefeld

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ZLB: 95/393-4

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DI

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Abstract

Von Umweltproblemen waren im Kaiserreich im Rahmen von Urbanisierung und Industrialisierung zunächst die Kommunen besonders tangiert. Die Städte gingen zum Prinzip der Daseinsvorsorge über und entwickelten eine Leistungsverwaltung, um die elementaren Lebensbedürfnisse der Stadtbevölkerung sicherzustellen, nicht zuletzt durch Anlagen zur Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung. Es entstand einGeflecht von medizinisch-naturwissenschaftlichen und politisch- administrativen Forschungs- und Handlungsfeldern, in deren Rahmen sich Gewässerschutz als Aufgabe der öffentlichen Hände, aber auch als Gegenstand interessenspezifischer Verbandspolitik formieren konnte. Dementsprechend ergaben sich vielfältige Wechselbeziehungen, die in der Arbeit untersucht werden. Das letzte Kapitel bietet eine Fallstudie zur Gewässerbelastung durch einen bestimmten Schadstoff, die salzigen "Endlaugen" der Kaliindustrie. Darin werden die unterschiedlichen Handlungsebenen empirisch verknüpft und am Beispiel der Trinkwasserversorgung für Magdeburg und Bremen konkretisiert. kmr/difu

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447 S.

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