Neue Wohnmodelle im öffentlichen Wohnungsbau.
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1992
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Zusammenfassung
Mietwohnungsbau ist angewandte Familiensoziologie.Die Kundschaft besteht aus Haushalten, wobei die in der Wohnung zugebrachten "Frauenstunden" viel höher sind als die "Mannstunden".Die Mobilität der Kunden ist in Deutschland gering, sie liegt im sozialen Wohnungsbau zwischen 4% und 8%.Das Wohnen in Lebensabschnitten ist in der Unter- und unteren Mittelschicht völlig unüblich.Das Mietrecht im sozialen Wohnungsbau sieht sogar den lebenslänglichen Mietvertrag vor.Dies ist stilprägend.Kundenwünsche, dies zu ändern, sind nicht beobachtbar.Das gilt sogar für den Wohnungszuschnitt.Selbst angebotene Optionen mit flexiblen Grundrissen sind begrüßt aber kaum benutzt worden.Folglich bauen die Investoren bei einem Produkt, das auf 100 Jahre und vier bis sechs Kundenwechsel ausgelegt ist, nach einem Musterhaushalt, der in allen Lebensphasen einigermaßen ordentlich bedient werden soll.In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts war dies die vierköpfige Familie, deren Eltern in ihren Dreißigern waren.Inzwischen ist diese Familie eine statistische Fiktion. 1988 waren nur ein Drittel aller Haushalte Familien mit Kinder, darunter ein weiteres Drittel mit zwei Kindern unter 18 Jahren.Investoren und Subventionsgeber zwingt dies zum Nachdenken.Sie wissen nicht mehr, für welchen Familientyp sie bauen sollen.Sie sind in ihrer Ratlosigkeit wenigstens nicht alleine.Bei einer soziol.Langfristprognose kann ihnen niemand helfen.
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Schlagwörter
Wohnungsbau , Wohnform , Modell , Familie , Bedarf , Kind , Mobilität , Soziologie , Mehrgenerationenwohnen , Wohnen/Wohnung , Wohntyp
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In: Architekt, (1992), Nr.6, S.332-335, Abb.
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Stichwörter
Wohnungsbau , Wohnform , Modell , Familie , Bedarf , Kind , Mobilität , Soziologie , Mehrgenerationenwohnen , Wohnen/Wohnung , Wohntyp