Die Rolle des Staates bei der Kinderbetreuung.

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Köln

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ZLB: Kws 32/33

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DI

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Abstract

Die Rolle des Staates bei der Kinderbetreuung wird in Politik und Gesellschaft intensiv und kontrovers diskutiert. Dabei werden allerdings unterschiedliche politische Ziele und Argumente vermischt. In der Arbeit werden die Ziele und ihre Vereinbarkeit mit einem freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsverständnis hinterfragt. Es wird diskutiert, inwiefern ein Eingriff in die privat organisierte Kinderbetreuung jeweils das geeignete Instrument ist, sie zu erreichen. Ein Großteil der vorgebrachten Argumente für ein starkes finanzielles, organisatorisches oder regulierendes Engagement des Staates hält der kritischen Prüfung nicht stand. Die kontinuierlich ausgeweitete, flächendeckende finanzielle Beteiligung der Solidargemeinschaft an den Betreuungskosten ist kaum zu rechtfertigen. Das staatliche Engagement in der Kinderbetreuung ist auf zwei Kernaufgaben zu reduzieren: Die Unterstützung von Familien, die aufgrund materieller oder pädagogischer Engpässe als bedürftig einzustufen sind. Diese Unterstützung dient dem Ziel, die Teilhabechancen ihrer Kinder zu sichern. Im Status quo werden diese entscheidenden Aufgaben nicht befriedigend gelöst. Die begrenzten finanziellen Mittel und begrenzten personellen Kapazitäten stattdessen auf die eigentliche Zielgruppe zu konzentrieren verschafft Spielräume, die Kernaufgabe des Staates bei der Kinderbetreuung besser zu erfüllen.

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319 S.

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Untersuchungen zur Wirtschaftspolitik; 137