Evolution der Deutschen Tafeln. Eine Studie über die Entwicklung caritativer Nonprofit-Organisationen zur Verminderung von Ernährungsarmut in Deutschland.

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Bad Neuenahr

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ZLB: 2008/190

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DI

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Abstract

Die Tafelbewegung in Deutschland ist eine soziale Bewegung der 1990er Jahre mit einem positiven Image. Seit der Eröffnung der ersten Tafel 1993 in Berlin hat sich ein Netz von 330 Initiativen und Vereinen entwickelt. Die Arbeit will die Gründe für die bislang erfolgreiche Vergangenheit sowie die Erfordernisse für eine weitere positive Entwicklung herausarbeiten, besonderes Augenmerk liegt dabei auf den organisatorischen und personellen Voraussetzungen. Die Analyse des Entwicklungsstands der Tafeln wird anhand eines organisations- und evolutionstheoretischen Modells vorgenommen. Die Ausrichtung nach Effizienz- und Effektivitätskriterien wird mit betriebswirtschaftlichen Kategorien erhoben. Die empirische Analyse kombiniert quantitative und qualitative Methoden: schriftliche Erhebungen (2000/2001) mit zusammen 818 Tafelhelfern aus 178 Tafeln sowie themenzentrierte Interviews mit Tafelleitern und Experten. Die Ergebnisse zeigen, dass Kommunikation das zentrale Mittel ist, um die Existenz der Tafeln langfristigsicherzustellen. Die Tafelhelfer müssen noch stärker als bisher auf Menschen zugehen, um Geld, Spezialisten und Lebensmittel zu gewinnen und so die Lebensfähigkeit ihrer Tafel zu erhalten. In den Tafeln dient Kommunikation vorrangig zur Motivation des Personals. Sie kann aus einem Mix von Fordern, Fördern und Anerkennen bestehen. Zusätzlich ist der Bundesverband Deutsche Tafel e.V. gefordert, unterstützend für Qualifikation und Weiterbildung aller Tafelhelfer zu sorgen. goj/difu

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VIII, 267 S.

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Bonner Studien zur Wirtschaftssoziologie; 21