Hochautomatisiertes Fahren im Mischverkehr. Reaktionen menschlicher Fahrer auf hochautomatisierte Fahrzeuge .

Stange, Vanessa/Vollrath, Mark

Datum

2020

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Herausgeber

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Berlin

Sprache

ISSN

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Standort

ZLB: 204/000 007 891

Dokumenttyp (zusätzl.)

EDOC
FO

Zusammenfassung

In naher Zukunft werden hochautomatisierte Fahrzeuge eingeführt werden, die zunächst auf der Autobahn automatisch fahren, wobei sich der Fahrer in dieser Zeit mit anderen Dingen beschäftigen kann. Andere Fahrzeuge mit menschlichen Fahrern werden dann diesen hochautomatisierten Fahrzeugen im Verkehr begegnen. Diese werden wahrscheinlich ein für menschliche Fahrer ungewohntes Verhalten zeigen. Deshalb wurde die erste Studie im Fahrsimulator durchgeführt, um zu untersuchen, wie dieses ungewohnte Verhalten in typischen Interaktionssituationen von menschlichen Fahrern erlebt wird und ob sich gerade bei der Interaktion mit diesen Fahrzeugen durch dieses ungewohnte Verhalten Probleme ergeben. In der zweiten Studie wurden dann längere Fahrten mit unterschiedlichen Durchdringungsraten hochautomatisierter Fahrzeuge untersucht. Zusammenfassend zeigen beide Studien, dass hochautomatisierte Fahrzeuge auf der Autobahn dazu beitragen, die Geschwindigkeiten zu reduzieren und Geschwindigkeitsbegrenzungen besser einzuhalten. Beim Einfädeln, Spurwechsel und Überholen wirkt das Verhalten hochautomatisierter Fahrzeuge für menschliche Fahrer angenehm defensiv und kooperativ. Im Verkehrsfluss werden von menschlichen Fahrern hochautomatisierte Fahrzeuge allerdings als Behinderung erlebt, sodass die prinzipiell sicherheitsfördernde Wirkung der reduzierten Geschwindigkeit durch dabei entstehende sicherheitskritische Sekundenabstände verringert werden könnte. Eine entsprechende Abschätzung der Gesamtwirkung ist auf Basis der Studien allerdings nicht möglich. Eine Kennzeichnung des aktuellen Fahrmodus der hochautomatisierten Fahrzeuge könnte dazu beitragen, dass Fahrer das Verhalten der hochautomatisierten Fahrzeuge besser vorhersehen können, sodass die kleineren Sekundenabstände vermieden werden könnten. Dazu sind aber vermutlich längere Lernprozesse notwendig, die im Rahmen der Studien nicht realisiert werden konnten.
In the near future, highly automated vehicles will be introduced on the motorway. While being in automated driving mode, the driver can pursue secondary activities. Surrounding human drivers will then encounter these highly automated vehicles in mixed traffic. In these encounters, highly automated vehicles will probably show driving behavior that is unusual for human drivers. Therefore, the first driving simulator study investigated how this unfamiliar behavior is experienced by human drivers in typical driving situations and whether problems arise due to this unfamiliar behavior encountering these vehicles. In the second driving simulator study, longer motorway drives with different penetration rates of highly automated vehicles were examined. In summary, both studies show that highly automated vehicles on the motorway help human drivers to reduce speeds and to comply with speed limits. When driving onto the motorway, lane changing and overtaking, the behavior of highly automated vehicles has a pleasantly defensive and cooperative effect on human drivers. In the flow of traffic, however, highly automated vehicles are experienced by human drivers as a hindrance, so that the safety-promoting effect of reduced speed might be reduced by the resulting safety-critical margins to preceding vehicles.

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Seiten

175

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Serie/Report Nr.

Forschungsbericht / Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft; 71

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