Raumordnung im Nationalsozialismus: Der "Generalplan Ost".
ARL - Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft
Zitierfähiger Link
Lade...
Datum
Zeitschriftentitel
ISSN der Zeitschrift
Bandtitel
Herausgeber
ARL - Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Hannover
Sprache
ISSN
1612-3891
ZDB-ID
165547-4
Standort
ZLB: Kws 150 ZB 6839
Dokumenttyp
Dokumenttyp (zusätzl.)
EDOC
Autor:innen
Zusammenfassung
Der „Generalplan Ost“ gilt bis heute als Musterbeispiel für
die verbrecherischen Raumordnungs- und Umsiedlungskonzepte
des Nationalsozialismus, welcher im Zweiten
Weltkrieg partiell umgesetzt wurde und ausgedehnte
Zwangsumsiedlungen der Bevölkerung des besetzten Polens,
aber auch Menschen weiterer Nationalitäten zur Folge
hatte und aufs Engste mit der Ermordung der jüdischen
Bevölkerung in Europa verknüpft war. Er war jedoch auch
das Produkt von interdisziplinärer Grundlagenforschung,
welche die Deutsche Forschungsgemeinschaft mit hohen
Summen förderte und an der sich zahlreiche Wissenschaftler
– in diesem Feld tatsächlich ausschließlich Männer – bereitwillig
beteiligten. Sie taten dies aus Überzeugung und
unter Wahrung individueller Karriereinteressen und Gestaltungschancen,
wobei die Beteiligten das Großprojekt nach
1945 zunächst höchst erfolgreich als rein theoretische
Grundlagenforschung und sogar apolitische Friedensplanungen
präsentierten. Ohne die unter anderem von der DFG finanzierte
Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Raumplanung
und Agrarwissenschaften hätten der „Generalplan Ost“ und die darauf aufbauenden Nachfolgeplanungen nicht erstellt
werden können.
Beschreibung
Schlagwörter
Zeitschrift
Nachrichten der ARL
Ausgabe
1
item.page.dc-source
Seiten
25-29