Stadt und Land im Fluss. Zur Bedeutung von städtischen Funktionen für die Lebendigkeit ländlicher Räume und von individuellen wie systemischen Lösungen für die Umsetzung einer wachstumskritischen Lebensweise.
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DE
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Bielefeld
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ZLB: Kws 155/238
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EDOC
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Zusammenfassung
Der Beitrag veranschaulicht anhand von Beispielen aus dem Lebensalltag von Menschen, die in von städtischen Zentren teilweise weit entfernt gelegenen ländlichen Räumen leben, welche hohe Bedeutung die Erreichbarkeit von Städten und der Erhalt von städtischen Funktionen insbesondere in Kleinstädten für die Vitalität der die Städte umgebenden ländlichen Räume und für die Ermöglichung von suffizienzorientierten Lebensweisen hat. Die zu den Themen Mobilität, Landwirtschaft und Sicherung des Lebensunterhalts sowie Lebensstilpräferenzen aufgeführten Beispiele machen einige Folgen der Konzentration eines übermäßigen Wirtschaftswachstums auf einige wenige Regionen und der gleichzeitigen Abwesenheit oder zumindest starken Einschränkung von Wachstumsprozessen in anderen Regionen deutlich. Die Beispiele zeigen, welche Auswirkungen die ungleiche Verteilung von wirtschaftlichen Wachstumsprozessen auf den Lebensalltag von Menschen hat, die in von Zentren des wirtschaftlichen Wachstums teilweise weit entfernt liegenden Regionen leben. Einer starken Konzentration und damit auch Ungleichverteilung von wirtschaftlichen Wachstumsprozessen kann dabei auf einer individuellen, unternehmerischen, aber auch systemischen Ebene entgegengesteuert werden. Die aufgeführten Beispiele zeigen, dass hier sowohl die lokale (kommunale) als auch die landesweite (Regionalplanung) sowie internationale (Agrarpolitik) politische Ebene wirksam werden kann. Aus einer wachstumskritischen und nachhaltigkeitsorientierten Perspektive ist es wertvoll, Städte und ländliche Räume in ihrem funktionalen Zusammenhang zu betrachten. Insbesondere Instrumente der Raumplanung und Agrarpolitik sollten diesen funktionalen Zusammenhang deutlich stärker als bisher berücksichtigen und auf den Erhalt der städtischen Funktionen von (Klein-)Städten hinwirken, um so die Ankerfunktion von (Klein-)Städten für die sie umgebenden ländlichen Räume zu stärken, regionale Wirtschaftskreisläufe zu fördern und dem Entstehen von sozialen, ökonomischen und ökologischen Unwuchten zwischen Regionen entgegenzuwirken.
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193-207
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Sozial- und Kulturgeographie; 38