Wohnungsgenossenschaften - zeitlos jung. Internationales Jahr der Genossenschaften 2012.

Hammonia
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Hammonia

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Hamburg

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0939-625X

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ZLB: 4-Zs 613
BBR: Z 143

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Abstract

Hohe Wohnzufriedenheit, wenig Fluktuation sowie niedriger Leerstand sind die Merkmale von Wohnungsbaugenossenschaften. Das gilt sowohl für dynamisch wachsende Ballungsräume als auch für ländliche Regionen, sowohl heute als auch für die Zeit ihrer Gründung vor mehr als 100 Jahren. Beispielweise liegt bei den 205 Wohnungsbaugenossenschaften im Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) die Leerstandsquote im Bundesland Brandenburg um 20 Prozent und in Berlin um 40 Prozent unter den Durchschnittswerten der 358 BBU-Mitgliedsunternehmen. In beiden Teilen des Verbandgebietes ist die Fluktuation bei ihnen um rund zwei Prozentpunkte niedriger als im BBU-Durchschnitt. Der Anteil vollständig modernisierter Wohnungen liegt bei Wohnungsbaugenossenschaften im Land Brandenburg um rund zehn Prozent und in Berlin um gut 25 Prozent über dem BBU-Durchschnitt. Vor diesem Hintergrund und im Zusammenhang mit dem Internationalen Jahr der Genossenschaften 2012 wird in dem Beitrag der Frage nach den Erfolgsfaktoren von Wohnungsbaugenossenschaften nachgegangen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor liegt in den Besonderheiten der Unternehmensorganisation begründet. Denn aufgrund der Besonderheiten des Genossenschaftsgedankens befinden sich Wohnungsbaugenossenschaften in stetiger organischer Entwicklung und Erneuerung. Sie sind besonders gut in der Lage, aktuelle Bedürfnisse aus dem Kontakt mit ihren Mitgliedern aufzugreifen und sie unmittelbar in Wohntrends umzusetzen. Im Licht dieser stets am Menschen und seinen Bedürfnissen orientierten Erneuerung ist es zu erklären, dass Wohnungsbaugenossenschaften seit ihrer Gründung am Puls der Zeit bleiben und immer wieder Wohnstandards setzen. Regelmäßig geben sie der Wohnungspolitik neue Impulse wie beispielsweise die Gartenstadt in den deutschen Metropolen der Gründerzeit, das bahnbrechende Konzept der grünen Großsiedlung als Antwort auf die Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg oder die Neugründung von Genossenschaften als Antwort auf die heute immer zahlreicher werdenden Wünsche nach neuen Formen des Wohnens. Auf dem sich immer weiter differenzierenden Mietwohnungsmarkt positionieren sich Genossenschaften mit besonderen Angeboten und sprechen so neue Zielgruppen an.

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Die Wohnungswirtschaft

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Nr. 7

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S. 56-57

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