Gemeinschaftliches Bauen und Wohnen. Ein topaktuelles Thema für Wirtschaftsdezernate.

Alternative Kommunalpolitik
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Alternative Kommunalpolitik

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DE

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Bielefeld

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0941-9225

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ZLB: Kws 740 ZB 6736
IRB: Z 1674
BBR: Z 555

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Abstract

Gemeinschaftliches Bauen und Wohnen wird in Zeiten des demographischen Wandels meistens unter den Stichworten "Mehrgenerationenwohnen" oder "Betreutes Wohnen" unter sozialpolitischen Gesichtspunkten gesehen. Doch neben der Zunahme des Bevölkerungsanteils der über 60-Jährigen gibt es den Trend, dass Bevölkerungsgruppen mittleren Alters aus dem Umland in die Stadt beziehungsweise zurück in die Stadt ziehen, um die Vorzüge des städtischen Wohnstandortes nutzen zu können. Diese Zielgruppe ist in der Regel gut situiert und daher auch wirtschaftlich interessant. Außerdem zeigen Untersuchungen, dass in der Konkurrenz der Städte ein möglichst hoher Anteil junger Kreativer ein wesentlicher Standortvorteil für die Zukunftsperspektive einer Stadt ist. Vor diesem Hintergrund wird in dem Beitrag über die Wohnungsbaupolitik der niedersächsischen Landshauptstadt Hannover berichtet. Das hannoversche Stadtmarketing achtet darauf, dass Hannover kein ausgeprägtes Image als "altengerechte Stadt" bekommt, sondern eine Stadt mit hoher Lebensqualität für alle Altersgruppen ist. Daher geht es beim Thema "Gemeinschaftliches Bauen und Wohnen" nicht vorrangig um die alten, sondern genauso um die jüngeren Menschen sowie um die Menschen mittleren Alters und die Ausweisung geeigneter Baugrundstücke folgt diesem Grundsatz. Kommunale Förderung erfolgt durch mehrere Instrumente: Zum einen werden bei der Ausschreibung Käufer bevorzugt, die sich als Baugemeinschaften organisieren und zum anderen wurde zur Unterstützung gemeinschaftlicher Wohnformen in Form von Baugemeinschaften ein mit 2 Millionen Euro bestückter Ankauffonds geschaffen, der dazu bestimmt ist, geeignete Grundstücke beziehungsweise Gebäude von Privaten anzukaufen. Diese Liegenschaften werden dann mit einem entsprechenden Bebauungsplan versehen und ausschließlich für Baugemeinschaften ausgeschrieben. Das System war jedoch bisher nur in geringem Umfang erfolgreich. Als wesentlich erfolgreicher hat sich die Vermarktung nicht mehr benötigter städtischer Gebäude erwiesen. In Hannover werden auch die Risiken gemeinschaftlichen Bauens und Wohnens im Auge behalten: Da ist zum einen die Gefahr einer konzeptionellen Überfrachtung und zum anderen die Gefahr einer Stadtteil-Gentrifizierung. Außerdem besteht das Risiko, dass Projekte gemeinschaftlichen Bauens und Wohnens häufig als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) realisiert werden, die als Rechtsform für komplexe Sachverhalte nicht besonders geeignet ist.

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AKP. Fachzeitschrift für Alternative Kommunalpolitik

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Nr. 4

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S. 47-49

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