Soziale Architektur und Nachbarschaft in der Stadt.
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DE
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Hamburg
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1999 errichtete die Baugenossenschaft freier Gewerkschafter eG in Hamburg Hamm-Süd ein mit öffentlichen Mitteln gefördertes Wohnungsbauprojekt. Das prämierte architektonische Grundkonzept beruht auf jeweils zwei V-förmig zueinander stehenden Zeilen, die ein Glasdach miteinander verbindet. Darunter befindet sich ein zentraler halbprivater Bereich, der sich zur Kommunikation innerhalb der Bewohnerschaft anbietet. Mit der Kennzeichnung dieses Konzeptes als "soziale Architektur" verknüpft der Autor analytisch die Rezeptionsgeschichte dieses innovativen Neubauprojektes mit den Erfahrungen der Bewohnerschaft im Umgang mit ihrer neuen Wohnsituation. Auf die von den Hallenhäusern in Hamm-Süd eröffnete Möglichkeit zum kommunikativen Wohnen richteten sich von Beginn an vielfältige Ambitionen der Wohnungsgenossenschaft, der Architektin, der Stadtentwicklung, der Architekturkritik und der Politik, die alle von der Forderung nach sozialer Integration in der Großstadt genährt wurden. Die Bewohnerschaft nahm die Anregung zum nachbarschaftlichen Wohnen auf und probierte verschiedene Varianten aus - wie etwa der gemeinsame Innenhof, die Beziehungen zwischen den Nachbarn und zur BGFG gestaltet werden könnten. Die Arbeit führt die Erfahrungen solchen Wohnens im Kontext sozialer Architektur zusammen. In den 60er Jahren empörte Mitscherlich die Unwirtlichkeit der Städte. Er wurde auch in der Großstadt Hamburg vernommen. Für diese lotete Bahrdt die Bedeutung öffentlicher und privater Bereiche aus, die im Wohnalltag im Hallenhaus erst bestimmt werden musste. "Neighbourhood" mit Jacobs zu ergründen, ging der Analyse sozialer Kontakte unter einem überdachten Innenhof voraus. Und Newmans "defensible space" schickte sich an dem Unsicherheitsempfinden mit kriminalpräventivem Städtebau zu begegnen. Die Konzeptionen der genannten Expertinnen und Experten markieren die theoretischen und methodischen Einstiegspunkte in die Studie. Mit ihnen werden die Bedeutungen, die Formen und die Funktionen nachbarschaftlichen Wohnens in sozialer Architektur analysiert.
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