Engagement und Erwerbslosigkeit - Einblicke in ein Dunkelfeld.

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Bonn

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ZLB: Kws 82/1

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Abstract

Die sozialwissenschaftliche Erkundungsreise im Dunkelfeld Arbeitslosigkeit sucht im Einzelnen die Gründe dafür, warum sich Erwerbslose in so geringem Umfange bürgerschaftlich engagieren, obwohl die Vorteile eines Engagements für diese Gruppe auf der Hand liegen: z. B. die Möglichkeit zur Mitgestaltung der eigenen Lebensbedingungen, der Genuss geldwerter Anerkennungsformen und die Nutzung der Brückenfunktion des Engagements zum Arbeitsmarkt. Ausgehend von einem erweiterten Arbeitsbegriff, der neben der klassischen Erwerbsarbeit auch gesellschaftliche Aktivitäten mit in den Blick nimmt, beschreibt die Autorin die individuellen und sozialen Rahmenbedingungen für Erwerbslose, die sie mangels materieller Sicherheit und aus psychologischen Gründen hindern, sich ehrenamtlich zu engagieren. Konzepte wie "Bürgerarbeit" oder der "Öffentliche Beschäftigungssektor" zielen primär auf Effekte auf dem Arbeitsmarkt. Damit sollen sinnstiftende soziale Tätigkeiten angeboten werden, die den Übergang in Erwerbsarbeit ermöglichen, aber gleichzeitig keine reguläre Beschäftigung verdrängen. Eine genuine Förderung von bürgerschaftlichem Engagement steht erkennbar nicht im Mittelpunkt dieser Programme. Woran es im Übrigen bei diesen Aktivitäten mit Bezug zum Arbeitsmarkt häufig mangelt, ist die freiwillige Entscheidung der betroffenen Arbeitslosen, eine gemeinnützige Arbeit aufnehmen zu wollen.

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40 S.

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