Bedeutung, Entwicklung und Struktur des Pkw-Verkehrs. Tanken und fahren solange der Vorrat reicht?
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
item.page.uri.label
Loading...
Date
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
item.page.orlis-pc
DE
item.page.orlis-pl
Bonn
item.page.language
item.page.issn
0303-2493
item.page.zdb
item.page.orlis-av
ZLB: 4-Zs 2548
BBR: Z 703
IFL: Z 0073
BBR: Z 703
IFL: Z 0073
item.page.type
item.page.type-orlis
relationships.isAuthorOf
Abstract
Die hohen Kraftstoffpreise der letzten Jahre haben zu geringeren Fahrleistungen und insgesamt zu einer Dämpfung des motorisierten Verkehrsleistungswachstums geführt. Insbesondere Bewohner ländlicher Räume sowie des peripheren Umlands der Großstädte verzichten offenbar zunehmend auf substituierbare Fahrten in der Freizeit und suchen näher gelegene Ziele auf. Die Verhaltensreaktionen der Mehrheit der Autofahrer sind allerdings relativ unelastisch. Statt auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen oder kraftstoffsparender zu fahren, wurden vermehrt verbrauchsärmere Diesel-Pkws gekauft. In umweltpolitischer Hinsicht drückt sich dies insgesamt aber nicht in geringeren Emissionen aus, da mit Dieselfahrzeugen deutlich höhere Fahrleistungen erbracht werden. Da sich abzeichnet, dass sich der Trend zu höheren Kraftstoffpreisen fortsetzt bzw. auf einem hohen Niveau verharrt, dürften langfristig einkommensschwächere Bevölkerungsgruppen aus ländlichen Räumen bei höheren fiskalischen Belastungen deutlich weniger Auto fahren. Auch unter dem Aspekt der Alterung und Schrumpfung können sich insbesondere für Bewohner ländlicher Räume deutliche Einschränkungen hinsichtlich ihrer ökonomischen Spielräume und gesellschaftlichen Teilhabechancen ergeben. Um die künftige Automobilität möglichst preiswert gestalten zu können, sollten technologische Innovationen in alternative Antriebe und Kraftstoffe sowie verbrauchsärmere Fahrzeuge durch steuerliche Anreize für ein verändertes Käuferverhalten gefördert werden. Darüber hinaus sollte die Politik vor dem Hintergrund des demographischen Wandels längerfristig auch die raumordnungspolitischen Konsequenzen fiskalischer Steuerungsinstrumente berücksichtigen. Daher sind Strategien und Maßnahmen zu verfolgen, die nicht nur die allgemeine Abhängigkeit vom Öl, sondern auch die Abhängigkeit der Siedlungsstrukturen vom Auto reduzieren. difu
Description
Keywords
Journal
Informationen zur Raumentwicklung
item.page.issue
Nr. 2/3
item.page.dc-source
item.page.pageinfo
S. 191-199