Mehr als Wohnen: Quartiersentwicklung auf der Veddel in Hamburg. ProQuartier: Aufwertung ohne Verdrängung.
Hammonia
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Hammonia
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DE
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Hamburg
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0939-625X
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ZLB: 4-Zs 613
BBR: Z 143
BBR: Z 143
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Abstract
Die Hamburger Elbinsel Veddel gilt als traditioneller Arbeiterwohnort im Hafen. Dort leben vor allem Familien mit Migrationshintergrund, darunter viele Flüchtlinge aus Krisengebieten. Daher wurde der Stadtteil in den Medien als typisches Beispiel für die Entwicklung einer Parallelgesellschaft dargestellt. Aber günstiger Wohnraum machte die Veddel auch für einkommensschwache Teile der deutschen Bevölkerung attraktiv, während einkommensstärkere Familien das Quartier verließen. Im Jahr 2003 gab es in dem Stadtteil mit rund 5.070 Einwohnern etwa 100 Wohnungen, die trotz Modernisierungen leer standen. Das Durchschnittseinkommen der Bewohner lag mit 36 Prozent unter dem Hamburger Durchschnitt. Die Arbeitslosenquote betrug 12,4 Prozent und 30 Prozent der Bewohner erhielten Leistungen nach SGB II. Von den etwa 2.020 Wohneinheiten des Quartiers gehören dem Hamburger Wohnungsunternehmen SAGA GWG 1.016 Wohneinheiten sowie 35 Gewerbeeinheiten. Das Wohnungsunternehmen ProQuartier, eine Tochterfirma der SAGA, hat sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklungspotenziale des Stadtteils zu nutzen. Denn für Veddel bieten sich aufgrund der innenstadtnahen Lage, durch die Nähe zum Wasser, durch den für Hamburg vergleichsweise guten, preiswerten Wohnungsbestand sowie durch die städtebauliche Entwicklung im direkten Umfeld gute Entwicklungsmöglichkeiten. Die Stadt Hamburg stellte von 2004 bis 2009 eine Million Euro für das Projekt bereit und Ende 2009 wurde das Projekt nochmals zu gleichen Bedingungen verlängert. In dem Beitrag werden die Maßnahmen beschrieben und im Fazit wird festgehalten, dass sechs Jahre nach den Negativschlagzeilen von 2003 eine Vollvermietung erreicht wurde. Dies wurde hauptsächlich dadurch erreicht, dass Studierende der Hamburger Universitäten als Zielgruppe angesprochen wurden, um eine aktivierende Durchmischung der Bewohnerstruktur zu bewirken. Die ursprünglichen Bewohner wurden nicht verdrängt und die Nahversorgung konnte reaktiviert werden.
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Journal
Die Wohnungswirtschaft
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Nr. 3
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S. 24-25