Nudging in der digitalen Stadt. Idee, Potenziale und kritische Reflexion.

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Bonn

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ZLB: Kws 92/47

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Abstract

Stadtentwicklung ist seit jeher ein Gemeinschaftswerk und manifestiert sich über unzählige Einzelentscheidungen. Dabei wird versucht, nicht zuletzt mit dem Bau- und Planungsrecht aber auch mit einer Reihe finanzieller Instrumente und Programme die Stadtentwicklung auf einen möglichst nachhaltigen Entwicklungspfad zu lenken. Neben diesen konventionellen Instrumenten zur Beeinflussung des kollektiven Verhaltens sind in den letzten Jahren in Wissenschaft und Praxis verhaltensökonomische Ansätze diskutiert worden, die in der Idee des Nudging mündeten. In der Arbeit werden Idee und Hintergründe des Nudging skizziert und erste Anwendungsbeispiele zur Veranschaulichung aufbereitet. Es schließt sich eine kritische Beleuchtung der möglichen Wirkkraft des Nudging im Zeitalter der Digitalmoderne an, zugespitzt durch die Skizze des in China vorbereiteten Sozial-Kreditsystems. Zum Abschluss wird die Frage diskutiert, ob und wie sich die Stadtentwicklungspolitik dem Thema Nudging nähern kann. Die Publikation schließt mit einem Ausblick, unter welchen restriktiven Rahmenbedingungen staatliches Nudging auch in der offenen Gesellschaft der Digitalmoderne trotz aller Vorbehalte angedacht werden könnte.

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20 S.

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BBSR-Analysen KOMPAKT; 03/2018