Die Sozialstruktur der Chefärzte des Allgemeinen Krankenhauses Hamburg-Barmbek 1913 bis 1945. Ein Beitrag zur kollektivbiographischen Forschung.
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DE
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Hamburg
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ZLB: 2003/466-4
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DI
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Abstract
Die Arbeit beleuchtet mit Hilfe des Forschungsansatzes der Kollektivbiographie das gesundheits-, standes-, wissenschafts- und parteipolitische Engagement aller 32 Chefärzte des Allgemeinen Krankenhaus Hamburg-Barmbek (zwischen 1913, Eröffnung des Krankenhauses, und 1945). Vorangestellt ist ein Überblick über die Entwicklung der Hamburger Allgemeinen Krankenhäuser St. Georg, Eppendorf und Barmbek. Das erste der thematisch angelegten Kapitel geht auf die soziale Herkunft, die Ausbildung und die ärztlichen Berufswege ein. Das folgende gibt einen Überblick über die gesundheitspolitischen Aktivitäten und sozialpolitischen Forderungen der Mediziner in der Tuberkulosefürsorge, Geschlechtskrankenfürsorge, Schulgesundheitsfürsorge, Krankenhausfürsorge, Erwerbsbeschränkten- und Schwerbeschädigtenfürsorge und Diabetikerfürsorge im ausgehenden 19. und 20. Jahrhundert. Im nächsten Kapitel wird der Versuch unternommen, das berufspolitische Wirken der Kollektivärzte vor dem Hintergrund des ärztlichen Vereinswesens im Kaiserreich und in der Zeit der Weimarer Republik zu erörtern. Zudem werden spezielle Funktionen und Handlungen der Krankenhausärzte in der Hamburger Ärztekammer beschrieben, die sich als staatlich anerkannte Standesvertretung vor allem mit berufspolitischen Themen beschäftigte und die mit verschiedenen ärztlichen Interessengruppen konfrontiert war. Schließlich beschäftigt sich ein Kapitel mit dem wissenschaftspolitischen Wirken der Chefärzte, von denen fünf nach der Jahrhundertwende die Einrichtung einer Akademie für praktische Medizin forderten und neunzehn als Hochschullehrer an der Hamburger Uni tätig waren. Nach der zusammenfassenden Schlussbetrachtung folgen 32 Kurzbiographien mit lebensgeschichtlichen Daten zum Personenstand, zur Sozialisation, zur beruflichen Karriere und zum politischen Engagement. goj/difu
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377 S.