Stadt und Nation in Deutschland vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Die Entstehung der Zivilgesellschaft aus der Tradition der Städte.

Waxmann
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Münster

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ZLB: 2002/3173
DST: Gc 80/350

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KO

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Abstract

Die deutsche Einigung von 1989/90 warf die Frage nach den nationalen Traditionen in Deutschland auf. Sie ließ und lässt sich nicht leicht beantworten. Wohl gibt es in Deutschland einen Konsens darüber, was man ablehnt, gewissermaßen eine negative historische Identifikation. Dazu zählen etwa der Nationalismus und Militarismus des Kaiserreichs, der Nationalsozialismus, der zu der Vernichtung der Juden und zum Zweiten Weltkrieg führte, und schließlich der "sozialistische Staat deutscher Nation" der DDR. Bei diesem negativen Befund gibt es eine Ausnahme: die Tradition der deutschen Städte und der deutschen Selbstverwaltung. Der Ursprung der Städte ist nicht national, sondern europäisch. Sie entstanden im Mittelalter als korporative Institutionen. Die deutschen Reichsstädte erkämpften sich die Unabhängigkeit und Gleichberechtigung gegenüber den Fürsten. In Deutschland kulminierte der Konflikt zwischen Hof und Stadt in der Revolution von 1848. Der Liberalismus des 19. Jahrhunderts war vor allem eine städtisch-bürgerliche Bewegung. Mit der Weimarer Verfassung von 1919 ersetzte die Stadt endgültig den Hof als Ort der Politik. Doch die demokratische Gesellschaft blieb gefährdet, wie der Verlauf der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts zeigt. Die Bewegung, die zum Zusammenbruch der DDR führte, kam aus den Städten. Sie verweisen auf eine Tradition, die allen Deutschen, ob Ost oder West, gemeinsam ist. Es sind die Städte, die an die Anfänge der Zivilgesellschaft in Deutschland erinnern. difu

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119 S.

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