Der Antisemitismus als politische Partei in Schleswig-Holstein und Hamburg 1871-1914.
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SEBI: 77/3302
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Zusammenfassung
Die Untersuchung der Parteiengeschichte Schleswig-Holsteins gibt durch die Beschränkung auf einen relativ geschlossenen Raum die Möglichkeit, Faktoren der unterschiedlichsten Richtungen zu analysieren und mit Blick auf die Entwicklung im Reich zu interpretieren. Die antisemitische Bewegung erreichte Ende der 70er Jahre ihren geistigen und zwischen 1893 und 1898 ihren parlamentarischen Höhepunkt. Der 1890 gegründete Antisemitische Wahlverein unter der Führung von Friedrich Raab konnte nach seinem Anschluß an die Deutsch-soziale Partei 1893 erhebliche Stimmengewinne verbuchen; 1898 schließlich konnte Raab durch Unterstützung zahlreicher mittelständischer und agrarischer Kreise ein Reichstagsmandat in Flensburg erringen. Nach 1909 kam die antisemitische Bewegung praktisch zum Erliegen; der Antisemitismus erwies sich allein als nicht ausreichend zum Tragen einer parlamentarisch wirksamen Partei. Dafür hatte antisemitisches Gedankengut um so mehr Eingang in politische und wirtschaftliche Verbände breiter mittelständischer Kreise gefunden.
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Antisemitismus, Parteiengeschichte, Reichstag, Institutionengeschichte, Partei, Landesgeschichte, Politik, Geschichte
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Kiel: (1975), 442 S., Kt.; Tab.; Lit.
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Antisemitismus, Parteiengeschichte, Reichstag, Institutionengeschichte, Partei, Landesgeschichte, Politik, Geschichte