Geschichte der Juden in Waldeck. Emanzipation und Antisemitismus vor 1900.

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Selbstverl.

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Wiesbaden

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ZLB: 91/3952

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Zusammenfassung

Der Zeitraum zwischen gesetzlicher Judenemanzipation (um 1780) und einem verstärkten politischen Antisemitismus gegen Ende des 19. Jahrhunderts wird in dieser Arbeit untersucht. Mit dem Fürstentum Waldeck wählte der Autor ein besonders rückständiges Gebiet aus, das im Zeitraum der Untersuchung noch absolutistisch regiert wird. Die Arbeit will die Zwänge beschreiben, denen die Juden hier ausgesetzt waren, denn die auf dem Papier festgelegte Emanzipation ermöglichte sogenannten "Radauantisemiten", fernab von jeder Metropole und den großen Handelsstraßen, ungestraft zu agieren. Anhand der zahlreichen verwendeten Statistiken und Angaben über das Fürstentum sind Parallelen zur Judenemanzipation im Deutschen Reich erkennbar. Ferner wird die in den anderen europäischen Ländern vergleichsweise unproblematisch verlaufende Emanzipation aufgegriffen. Thematisiert wird auch eine der wenigen organisierten antisemitischen Bewegungen, die Böckel-Bewegung, die um 1880 aktiv gegen Juden vorging. Das Anliegen der Arbeit ist es, Aufklärung über die "Integration von oben" und ihre Umsetzung auf unterster lokaler Ebene zu untersuchen. mabo/difu

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297 S.

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Schriften der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen; XI