Individualismus, Ökonomik und Naturerhalt. Zu den normativen Grundlagen der Ökologischen Ökonomik.

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Marburg

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ZLB: 2003/3413

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Abstract

Die Arbeit untersucht die normativen Grundlagen des in den letzten 15 Jahren neu entstandenen transdisziplinären Forschungszweiges der "Ökologischen Ökonomie". Insbesondere wird der Frage nachgegangen, ob es angesichts der ökologischen Probleme, vor der die Menschheit zu Beginn des neuen Jahrtausends steht, einer Abkehr vom normativen Individualismus der Aufklärung bedarf, wie es einige prominente Vertreter der Ökologischen Ökonomie explizit oder implizit fordern. Im Gegensatz zu verbreiteten Ansichten wird ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der ökologischen Rücksichtslosigkeit der heutigen Zivilisation und der ihr zugrunde liegenden individualistischen Gesellschaftsauffassung verneint. Richtig verstandener Individualismus, so die These, bedeutet nicht Egoismus und Rücksichtslosigkeit und ist insofern auch nicht die Ursache für Naturzerstörung. Individualismus bedeutet vielmehr die Überzeugung von der gleichen Freiheit aller Menschen, was nicht nur individuelle Rechte, sondern spiegelbildlich und notwendig auch individuelle Pflichten begründet. Gerade dies unterscheidet die individualistische Gesellschaft von der Despotie einerseits und von der Anarchie andererseits. Somit bedarf es zur Lösung der ökologischen Probleme keiner neuen (holistischen) Ethik, sondern der konsequenten Anwendung der bestehenden, individualistischen Aufklärungsethik, indem der Kategorische Imperativ auch auf künftige Generationen angewendet wird. Neben dieser allgemeinen Argumentation untersucht die Schrift insbesondere, wie der Aspekt der "gerechten Verteilung" als eines der konstituierenden Prinzipien der Ökologischen Ökonomie konkret ausgestaltet werden kann. Hierzu wird nach einer kurzen Diskussion der Gerechtigkeitstheorie der Vorschlag gemacht, Gerechtigkeit in der Ökologischen Ökonomie als Gewährleistung "ökologischer Grundrechte" zu begreifen, die allen Menschen den Zugang zu natürlichen Ressourcen in einem näher zu bestimmenden Mindestumfang garantieren. difu

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248 S.

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Ökologie und Wirtschaftsforschung; 51