Transnationale Städtenetzwerke als Instrument interkommunaler Kooperation im Zeitalter globaler Vernetzung : Das europäisch-lateinamerikanische Städtenetzwerk URB-AL.

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Tübingen

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Am Beispiel des URB-AL-Netzwerks Nr. 8 "Steuerung der urbanen Mobilität" wurden empirische Untersuchungen durchgeführt, die der Überprüfung der zwei zentralen Hypothesen der Arbeit dienen. Diese postulieren erstens, dass die transnationale Städtenetzwerkkooperation ein effizientes Instrument zur breitenwirksamen Förderung nachhaltiger Entwicklungsprozesse im urbanen Raum ist und zweitens, dass erst eine kohärente Programmierung der Funktionslogik des Programms das Potenzial der Netzwerke für eine räumlich ausgleichende Entwicklungsförderung mobilisieren kann. Durch den Vergleich des Entwicklungsstands der Staaten Lateinamerikas mit den im Rahmen des URB-AL-Programms entstandenen räumlichen Vernetzungsintensitäten und Asymmetrien werden die wichtigsten Faktoren herausgearbeitet, die den Zugang zu den Städtenetzwerken und die Übernahme zentraler Steuerungsfunktionen in ihnen erschweren. Die konkreten lokalräumlichen Auswirkungen der transnationalen Städtenetzwerkkooperation werden anhand einer Fallstudie analysiert, die im südbrasilianischen Criciúma durchgeführt wurde. Dabei werden die Faktoren untersucht, die die Absorption und kommunalpolitische Umsetzung von Informationen und Impulsen aus dem Netzwerk fördern (politischer Wille, persönliches Engagement, qualifizierte Mitarbeiter, effiziente Institutionen, organisationsinterne sowie externe Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft etc.), bzw. die sie behindern (mangelnde Rechtsstaatlichkeit und politische Wechsel, personelle Diskontinuität, mangelnde finanzielle Ressourcen und zu seltene Möglichkeiten für persönliche Netzwerkkontakte etc.). In einem Ausblick werden die Potenziale transnationaler Städtenetzwerke unter dem Blickwinkel der Dauerhaftigkeit, eines möglichen Beitrags zu Regionalisierung und Global Governance sowie zur Stärkung der Verbindungen zwischen unterschiedlichen Kulturräumen durch eine das gegenseitige Verständnis fördernde Zusammenarbeit auf der kommunalen Ebene diskutiert.

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365 S.

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