Neue Methoden der Mobilitätsanalyse: Die Verbindung von GPS-Tracking mit quantitativen und qualitativen Methoden im Kontext des Tourismus.

Weber, Hans-Jörg L./Runder, Michael
Springer
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Datum

2013

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Herausgeber

Springer

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Heidelberg

Sprache

ISSN

0034-0111

ZDB-ID

Standort

ZLB: Kws 150 ZB 6820

Dokumenttyp (zusätzl.)

Zusammenfassung

Die Analyse von Mobilitätspfaden erfordert aufgrund deren strukturellen Komplexität eine Kombination von Einzelmethoden. Im ersten Teil des Beitrags werden sozialwissenschaftliche Methoden zur Erfassung von Mobilität im Kontext des Tourismus diskutiert. Es wird nachgewiesen, dass Einzelmethoden den Forderungen nach sozialwissenschaftlichen Differenzierungsmöglichkeiten von Mobilitätspfaden nicht gerecht werden können. Erst die Verwendung eines konsistenten Methodendesigns, bestehend aus GPS-Tracking, Fragebogenerhebung und Textanalyse, ermöglicht die Analyse auf einer Ebene, die Individuum, Handlung und Mobilität im Raum vereint. Im zweiten Teil wird die methodische Differenzierung von Mobilitätspfaden erläutert. Es zeigt sich, dass die Variable (touristische) Praktik im Sinne Bourdieus als Erklärung für individuelle Aktivität erfolgreich verwendet werden kann und für die Differenzierung von Mobilitätspfaden geeignet ist. Die Verbindung von Individualdaten (Fragebogenerhebung) und Raumdaten (GPS-Tracking) erfolgt anhand der explorativen Hauptkomponentenanalyse. Es wird gezeigt, wie die daraus entwickelten charakteristischen Gruppen in einem Geographischen Informationssystem anhand der GPS-Daten räumlich abgebildet und im Folgeschritt über die Textanalyse (Reiseführer) an den Ort rückgebunden und analysiert werden können. Die erfolgreiche Kombination von GPS-Tracking mit quantitativen und qualitativen Methoden wird im dritten Teil anhand von konkreten Beispielen erläutert. Es wird nachgewiesen, dass qualitative und quantitative Methoden gemeinsam verwendet, GPS-Daten anhand sozialwissenschaftlicher Variablen sinnvoll differenziert werden können und somit Praktiken und Individuen im Raum verbunden sind.
Due to its structural complexity, the analysis of mobility patterns requires a combination of individual methods. In the first part the socio-scientific methods of mobility acquisition will be discussed in the context of tourism. It will be demonstrated, that individual methods cannot cope with the demand for socio-scientific differentiation of mobility patterns. Analysis on this new level will only be possible when using a consistent method design, composed of CPS-Tracking, questionnaire and text analysis, which unions the individual person, activity and mobility in space. In the second part of this paper, the method of differentiating mobility patterns will be explained. It will be shown, that the variable (touristic) practice in terms of Bourdieu is suitable for the explanation of individual activity and for the differentiation of mobility patterns. The combination of individual (questionnaire) and spatial data (GPS-Tracking) is based on the principal component analysis. It will be shown how the characteristic groups can be spatially represented in a Geographic Information System using the GPS-data and fed back with the results of the text analysis (guidebook). The successful combination of GPS-Tracking with quantitative and qualitative methods will be explained in the third section on the basis of practical examples. It will be provided evidence that qualitative and quantitative methods can be successfully used together, GPS data can be differentiated based on socio-scientific variables and practices and individuals are interlinked in space.

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Schlagwörter

Zeitschrift

Raumforschung und Raumordnung

Ausgabe

Nr. 2

Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

S. 99-113

Zitierform

Stichwörter

Serie/Report Nr.

Sammlungen