Unter Verschluss. Sondermüll wird in Salzstöcken eingelagert.
Deutscher Fachverl.
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Deutscher Fachverl.
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DE
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Frankfurt/Main
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0933-3754
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ZLB: 4-Zs 5887
BBR: Z 551
BBR: Z 551
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Abstract
Zum Schutz und zur Erhaltung der Umwelt ist eine sichere Beseitigung umweltgefährdender Abfälle von entscheidender Bedeutung. Daher werden Abfälle, die nicht verwertet werden können und deren Ablagerung eine Umweltgefährdung hervorrufen würde, in Deutschland seit über 35 Jahren in Untertagedeponien im Salzgestein eingelagert. Für Einrichtung und Betrieb einer Untertagedeponie im Salz als Wirtsgestein müssen zahlreiche Voraussetzungen erfüllt sein, die in dem Beitrag beschrieben werden. Abfälle, die in eine Untertagedeponie eingelagert werden sollen, müssen einerseits die Annahmekriterien laut 2003/33/EG der Europäischen Union (EU) und andererseits die Kriterien der Deponieverordnung erfüllen. Abfälle dürfen unter Ablagerungsbedingungen durch Reaktionen untereinander oder mit dem Gestein nicht zu Volumenvergrößerungen, zu einer Bildung selbstentzündlicher, toxischer oder explosiver Stoffe oder Gase oder zu anderen gefährlichen Reaktionen führen; Abfälle dürfen unter Ablagerungsbedingungen nicht explosionsgefährlich, hoch oder leicht entzündlich sein, keinen stechenden Geruch freisetzen und müssen ausreichende Stabilität gegenüber den geomechanischen Bedingungen aufweisen; Abfälle dürfen nicht radioaktiv, biologisch abbaubar, flüssig oder infektiös sein oder zu erheblichen Geruchsbelästigungen führen. Die Verpackung des Abfalls - in Abhängigkeit von dessen Eigenschaften - muss den mechanischen Belastungen Stand halten und korrosionsbeständig gegenüber dem Abfall sein. Kriterien für die Verpackungsauswahl sind die Toxizität, der pH-Wert des Abfalls, der Feuchteanteil und der Feinstaubanteil. Unter Berücksichtigung dieser Kriterien kommen in Untertagedeponien Big-Bags, Stahlblechfässer sowie Stahlblechcontainer zum Einsatz. Zur Maximierung der Sicherheit erfolgt eine zusätzliche Trennung in verschiedene Ablagerungsbereiche, die gegeneinander abgegrenzt sind. So können potentielle Reaktionen der einzelnen Stoffgruppen untereinander verhindert werden. Das wichtigste Kriterium für die Arbeitssicherheit in einer Untertagedeponie ist die Überwachung der Luft unter Tage auf den Gehalt an Schadstoffen.
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Entsorga-Magazin
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Nr. 3/4
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S. 14-17