Antisemitismus und Großstadtfeindschaft.

Kahmann, Bodo
Verein für Stadtforschung
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Datum

2017

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Herausgeber

Verein für Stadtforschung

Sprache (Orlis.pc)

AT

Erscheinungsort

Wien

Sprache

ISSN

1608-8131

ZDB-ID

Standort

ZLB: Kws 100 ZB 6687

Dokumenttyp (zusätzl.)

Autor:innen

Zusammenfassung

Der Text zeichnet die zentralen Entwicklungslinien großstadtfeindlichen Denkens in Deutschland und Europa nach und verortet den historischen Ursprung der modernen Stadtfeindschaft in dem Funktionswandel des Städtewesens, mit dem ab der Mitte des 18. Jahrhunderts eine neue Betrachtungsweise des Stadtlebens eingesetzt hat, die auf den Zusammenhang zwischen modernem Stadtleben und Krankheit fokussierte. Im Mittelpunkt des Aufsatzes steht die These, dass sich eine wechselseitige Durchdringung von Antisemitismus und Großstadtfeindschaft erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts vollzog, als der Antisemitismus zum integralen Bestandteil einer völkischen Erneuerungs- und Wiedergeburtsrhetorik wurde, die von agrarromantischen Denkmustern durchzogen war. Die projektive Verschmelzung von Judentum und Großstadt findet in der Gegenwart sein ideologisches Zentrum hingegen im globalen Dschihadismus.

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Schlagwörter

Zeitschrift

Dérive - Zeitschrift für Stadtforschung

Ausgabe

66

Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

S. 22-26

Zitierform

Stichwörter

Serie/Report Nr.

Sammlungen