Das Spannungsverhältnis zwischen Prostitutionsgesetz und Art. 3 II Grundgesetz. Eine rechtspolitische Untersuchung.

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Berlin

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ZLB: R 290/475

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RE
DI

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Abstract

Nach einer Auseinandersetzung mit Erscheinungsformen von Prostitution, der Vorstellung der Kategorie des "sozialen Geschlechts" und der Untersuchung der Geschlechterverhältnisse in der allgemeinen Erwerbsarbeit werden das im Jahr 2002 in Kraft getretene ProstG und die damit einhergehenden strafrechtlichen Änderungen vorgestellt. Schwerpunkt ist die Analyse der unmittelbaren Auswirkungen des ProstG auf die soziale Lebenswirklichkeit der Prostituierten und die Frage, ob Ziel und Zweck des ProstG in der Praxis erreicht wurden. Auch beschäftigt sich die Arbeit mit den bislang in der rechtspolitischen Debatte gängigen Bewertungen von Prostitution: Prostitution als "Verletzung der Menschenwürde", als sittenwidrig und schließlich Prostitution als "Beruf wie jeder andere". Schließlich setzt sich die Arbeit mit dem grundrechtlich verankerten Gleichberechtigungsgebot von Männern und Frauen aus Art. 3 II GG und dem darin zugleich enthaltenen Verfassungsauftrag, die Durchsetzung der tatsächlichen Gleichberechtigung zu fördern und auf die Beseitigung bestehender Nachteile hinzuwirken, auseinander. Nähere Betrachtung finden die ab den Ende der 1980er Jahre im Schrifttum entwickelten gruppenbezogenen und asymmetrischen Ansätze, die beim Blick auf Diskriminierungen real existierende Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern, also die Geschlechterhierarchie und das kollektive Phänomen von Diskriminierung in den Blick nehmen.

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XIII, 251 S.

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Bremer Forschungen zur Kriminalpolitik; 16