Wetterbericht. Über Wetterkultur & Klimawissenschaft.

Kettler
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Kettler

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Dortmund

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ZLB: Kws 262/532

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Abstract

Wetter und Klima sind auf der Erde allumfassend und unentrinnbar. Das Buch, das begleitend zur großen Ausstellung in der Bundeskunsthalle erscheint, bietet einen experimentellen und interdisziplinären Zugang zum Thema, der die unterschiedlichen Perspektiven künstlerischer Positionen, der Kulturgeschichte und der Naturwissenschaften vereint. Inwiefern haben kurzfristige Wetterereignisse und längerfristige klimatische Veränderungen Einfluss auf die Natur, die menschliche Zivilisation und Kultur? Spätestens seit den 1980er-Jahren ist der Klimawandel Teil unseres kollektiven Bewusstseins, und trotz wissenschaftlicher Forschung und politischen Bemühens ist das Problem weit davon entfernt, gelöst zu sein. Neben der wissenschaftlichen Erfassung von Wetter- und Klimadaten, der Geschichte der Meteorologie und dem Problem der Vorhersage spielen auch die kulturelle Perspektive auf das Wetter und seine künstlerische Rezeption eine Rolle. Naturwissenschaftliche, kulturgeschichtliche und künstlerische Exponate aus aller Welt, wie zum Beispiel Werke von William Turner, John Constable oder Otto Modersohn, die ersten wasserdichten Gummischuhe von Macintosh und ein originales Thermometer von Daniel Fahrenheit, sollen in Zusammenspiel mit Texten und Interviews berühren, erklären und nachdenklich stimmen. Das Buch beschreibt einem poetischen Tageslauf folgend verschiedene Wetter- und Klimaphänomene sowie die entsprechenden menschlichen Beschwörungs- und Erklärungsversuche: vom mythisch verklärten Morgendunst über Sonne, Luft und Meer am Vormittag, Nebel, Wolken, Regen und Wind am Nachmittag bis hin zu Sturm, Gewitter, Schnee und Eis am Abend. So zeigt das Buch einerseits die staunende, um Bedeutungszuschreibung bemühte oder auch ästhetisierende Auseinandersetzung des Menschen mit dem Phänomen Wetter in bildender Kunst, Alltagskultur und Religion und andererseits die Bemühungen um eine wissenschaftliche Vermessung, Analyse und Simulation des Phänomens, um Wetter- und Klimaereignisse vorhersagen oder gar kontrollieren zu können.

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239, S.

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