Urban Terroir und das Ballett städtischer Kulinarik-Formen.

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Baden-Baden

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ZLB: Kws 6/15

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Abstract

In der Stadt und der soziologischen Stadtforschung erscheinen Essen und Trinken zunächst als Ausdruck von Lebensstilen sowie als logistische Herausforderung für städtische Ver- und Entsorgungssysteme. Zwischen diesen beiden Perspektiven entfaltet sich jedoch eine Vielfalt an Food-Kulturen, die eine systematischere Beziehung zwischen Stadt und Kulinarik nahelegen. Aktuelle Entwicklungstrends verschärfen die Koevolution von Stadtentwicklung, Essen und Trinken erheblich. Sie fördern Akteurs-Konstellationen, Alltagspraktiken und Entwicklungstreiber zu Tage, die über Kulinarik-Debatten hinaus für die gesamte Stadtforschung und Stadtentwicklung von Bedeutung sind. Das Konzept eines 'Urban Terroir' erweist sich dabei als anschlussfähige Perspektive, auch um kritischere Entwicklungen in den Fokus zu nehmen (Armuts-Ernährung, Migrantisches Essen und Identitätsmarkierungen, Abfall, Überfluss, Containern, Preisverfall, Nachhaltigkeitsdefizite). Aktuelle urbane Food-Dynamiken zeigen sich so als wichtige Treiber in der nur teilweise geplanten Restrukturierung und Transformation insbesondere auch des öffentlichen Stadtraumes. Stadtforschung wie Stadtpolitik finden sich damit ähnlich herausgefordert.

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729-741

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