Die Abwertung der Anderen. Eine europäische Zustandsbeschreibung zu Intoleranz, Vorurteilen und Diskriminierung.

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Berlin

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ZLB: Kws 70/1

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Abstract

Zugrunde liegen der Veröffentlichung die im Rahmen eines Forschungsprojekts der Universität Bielefeld gewonnenen Ergebnisse zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Europa. Auf Basis von Telefonumfragen einer repräsentativen Stichprobe von jeweils 1000 Befragten in acht europäischen Ländern wurden das Ausmaß, wichtige Determinanten und mögliche Ursachen von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit untersucht. Mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit werden abwertende Einstellungen und Vorurteile gegenüber solchen Gruppen bezeichnet, die als anders, fremd oder unnormal definiert werden und denen ein untergeordneter sozialer Status zugewiesen wird. Diesbezüglich werden fremdenfeindliche, rassistische, antisemitische, islamfeindliche, sexistische und homophobe Einstellungen untersucht. Als zentrale Ergebnisse lassen sich festhalten: Die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist in Europa weit verbreitet. Rund die Hälfte aller Befragten ist der Ansicht, es gebe zu viele Zuwanderer in ihrem Land. Mit der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit sind drei ideologische Orientierungen besonders verbunden: der Autoritarismus, die Soziale Dominanzorientierung und die Ablehnung von Diversität. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit nimmt mit dem Alter zu, und mit besserer Bildung und höherem Einkommen ab; Männer und Frauen unterscheiden sich in ihren Einstellungen kaum.

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221 S.

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