Die Neue Industriestadt. Ein "Dritter Weg" der Moderne.

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Essen

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ZLB: Kws 165/110

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Zusammenfassung

Das Ruhrgebiet wird in der Geschichtsschreibung über die Jahre der Weimarer Republik als ökonomisch bedeutend, politisch unruhig und kulturell randständig bewertet. Ergänzend - und im Gegensatz zur herrschenden Meinung - vertritt die Autorin die Auffassung, dass einflussreiche Kreise aus dem Ruhrgebiet damals versuchten, das Revier zum exemplarischen Industriegebiet umzugestalten: zur Neuen Industriestadt. Vorstellungen, die im Umfeld der Arbeiterbewegung, der demokratischen Parteien oder in den Enklaven bildungsbürgerlicher und avantgardistischer Milieus gefasst wurden, spielten - so die Ausgangsthese - bei den angesprochenen Ideen und Initiativen nur eine nachrangige Rolle. Ähnlich einer Antwort auf die sich in der Moderne herausbildenden Vorstellungen von der Neuen Gesellschaft, vom Neuen Bauen und vom Neuen Menschen wäre mit der Neuen Industriestadt jedoch modellhaft wie tatsächlich der Lebensraum des Industriemenschen definiert worden. Der zeitliche Rahmen der Studie ist durch die Jahre 1919 und 1933 abgesteckt, der thematische durch die folgenden Fragen: Wie wurden die kulturelle Identität und die Modernität der Region gedeutet? Welche Modelle und Zukunfts-Bilder zirkulierten für die Region? Welche Bau- und Raumkonzepte wurden darauf aufbauend formuliert.

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318 S.

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Einmischen und Mitgestalten; 21