Zeitenwende für vorsorgeorientiertes, resilientes Wirtschaften. Neue Impulse durch die Verbindung von Postwachstums- und Transformationsforschung.

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EDOC

Abstract

Das Diskussionspapier argumentiert, dass die vorsorgeorientierte Postwachstumsposition mit Blick auf die Initiierung von Prozessen des Pfadwechsels und Strukturwandels im Sinne von ‚sustainability transitions‘ konkretisiert werden muss. Zudem hat die Corona-Krise deutlich gemacht, dass ‚Vorsorge‘ breiter als Wachstumsunabhängigkeit gefasst werden muss und dass der Vorsorgebegriff Überlegungen zu Resilienz stärker einbeziehen sollte. Die vorsorgeorientierte Postwachstumsposition fokussiert damit auf zwei, durchaus eng miteinander verbundene, Vorsorgestrategien: (i) vor dem Hintergrund der Ungewissheit, inwieweit eine hinreichende Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch möglich ist, ist es erforderlich, dass gesellschaftliche Systeme wachstumsunabhängig gestaltet werden. (ii) Die ökonomischen und gesellschaftlichen Strukturen sollten, im Sinne der Vorsorge, resilient gestaltet werden, sodass sie auch bei unerwarteten extremen Störereignissen einerseits relevante Systemleistungen aufrechterhalten können und andererseits im Erholungsprozess den Übergang in nachhaltigere Systemzustände ermöglichen. Zu diesen Aspekten leistet dieses Diskussionspapier einen ersten Beitrag, indem es den Ansatz mit Erkenntnissen aus der Forschung zu Nachhaltigkeitstransformationen verknüpft.

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Diskussionspapier des IÖW; 72/20