Flüssige Gärreste zwischengelagert. Deponiestandorte erlangen Bedeutung für die energetische Verwertung von Bioabfällen.
Deutscher Fachverl.
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Datum
2018
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Herausgeber
Deutscher Fachverl.
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Frankfurt/Main
Sprache
ISSN
0933-3754
ZDB-ID
Standort
ZLB: Kws 274 ZB 6793
Dokumenttyp
Dokumenttyp (zusätzl.)
Autor:innen
Zusammenfassung
Im Rahmen der Umsetzung der TA Siedlungsabfall endete für bundesdeutsche Deponien im Jahr 2005 die Ablagerung von unbehandelten Abfällen. Viele Deponien wurden daher ab diesem Zeitpunkt stillgelegt. Da Deponien sich in den vergangenen Jahren zu Standorten mit guter Verkehrsanbindung und Anschlüssen an die regionalen Ver- und Entsorgungsnetze entwickelt haben, stellt sich die Frage, ob in der Nachsorge befindliche Altdeponien nicht als Gewerbestandorte für die Abfallwirtschaft und Energieerzeugung geeignet sind. In der Rhein-Main-Region finden sich gelungene Beispiele für die Entwicklung von Deponiestandorten. In dem Beitrag wird ein Beispiel vorgestellt: Der von der Rhein-Main-Deponie (RMD) GmbH betriebene Standort Deponiepark Wicker in Flörsheim zeigt, wie ein ehemaliger Deponiestandort zu einem anerkannten und von der Bevölkerung akzeptierten Energieerzeugungs- und Abfallwirtschaftszentrum entwickelt werden kann. Auf dem Deponiepark Flörsheim-Wicker befindet sich eine Biogasanlage zur Fermentation von rund 55.000 Mg/a an biogenen vergärbaren Bioabfällen pro Jahr. Zur weiteren Optimierung der Biogasanlage sowie zur Sicherstellung der geordneten Verwertung der flüssigen Gärreste in der Landwirtschaft laut Düngemittelverordnung (DüngeV), wurden Lagerkapazitäten entwickelt. Die DüngeV verpflichtet zu einer Lagerung flüssiger Gärreste von mindestens sechs bis neun Monaten, um die hygienische Unbedenklichkeit zu sichern und die stofflichen Eigenschaften der hergestellten Düngemittel sinnvoll zu nutzen. Der Lagerbehälter für flüssige Gärreste auf dem Deponiepark Wicker hat ein Netto-Lagervolumen von 20.000 Kubikmeter und ist derzeit der größte seiner Art in Deutschland. Genehmigte Altdeponiestandorte in der Rhein-Main-Region sollen auch künftig eine wichtige Rolle im Bereich der Abfallaufbereitung, der stofflichen und energetische Verwertung von Abfällen sowie der Produktion und Speicherung von erneuerbaren Energien erfüllen.
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Schlagwörter
Zeitschrift
Entsorga
Ausgabe
Nr. 2
Erscheinungsvermerk/Umfang
Seiten
S. 98-101