Ein Fahrradlift für Deutschland? Projektstudie aus Göttingen.

Luchterhand
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Luchterhand

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Neuwied

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0038-9048

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ZLB: 4-Zs 345
BBR: Z 212

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Abstract

Ein wesentlicher Einflussfaktor für die Nutzung des Fahrrades besteht in den topografischen Rahmenbedingungen. Für viele Verkehrsteilnehmer ist die Überwindung größerer Höhenunterschiede (bei längeren Steigungen über fünf Prozent beziehungsweise auch bei kürzeren Steigungen über zehn Prozent) ein Hinderungsgrund für die regelmäßige Benutzung des Fahrrades. Trotz des offenkundigen Bedarfs gibt es in Deutschland bislang keine Ansätze, technische Möglichkeiten zur Überwindung größerer Höhenunterschiede zu nutzen. Anders im norwegischen Trondheim. Hier wird seit 1994 an einer Straße, die als Fahrradroute von Bedeutung ist und eine Steigung von zirka 19 Prozent aufweist, zur Bewältigung von 24 Höhenmetern auf einer Strecke von 125 Metern ein Fahrradlift betrieben. Eine Befragung von 700 Radfahrern im Jahr 1995 hat ergeben, dass die Mehrheit mit der Liftanlage zufrieden ist. In Göttingen wurde das Beispiel aus Trondheim aufgenommen und über eine Übertragbarkeit nachgedacht. Die Stadt Göttingen entschloss sich, mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) die Fragen in einer Projektstudie zu klären. Untersuchungsgebiet war eine Wohnsiedlung, deren Bewohner zwischen Innenstadt und ihrem Wohnstandort einen Höhenunterschied von 155 Metern überwinden müssen, verbunden mit Steigungen von teilweise über acht Prozent. In dem Beitrag werden neben der Beschreibung der Untersuchungsmethode die Ergebnisse der Projektstudie "Technische Hilfen zur Überwindung topographischer Barrieren für den Alltags- und Freizeitverkehr mit dem Fahrrad" zusammengefasst dargestellt. Es wird auf die rechtlichen Anforderungen an Bau und Betrieb eingegangen und es werden wesentliche Punkte für die Genehmigung formuliert. Wegen einiger unbeantworteter Fragen wie Folgekosten, Trägerschaft und Betrieb ist das Projekt Fahrradlift in Göttingen (noch) nicht realisiert, doch die Stadt setzt weiter konsequent auf die Förderung des Fahrradverkehrs. Angestrebt wird ein Fahrradverkehrsanteil von 27 Prozent und an der Realisierung des Fahrradlifts wird weiter gearbeitet.

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Der Städtetag

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Nr. 2

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S. 36-38

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