Migration in der Nachbarschaft - oder: Die deutsche Sicht auf Migration.
Steiner
Zitierfähiger Link:
Keine Vorschau verfügbar
Datum
2013
item.page.journal-title
item.page.journal-issn
item.page.volume-title
Herausgeber
Steiner
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Stuttgart
Sprache
ISSN
0303-2493
ZDB-ID
Standort
ZLB: Kws 155 ZB 6802
BBR: Z 703
IFL: Z 0073
BBR: Z 703
IFL: Z 0073
Dokumenttyp
Dokumenttyp (zusätzl.)
Autor:innen
Zusammenfassung
In der Anfangszeit erfolgte Zuwanderung in die Bundesrepublik Deutschland fast ausschließlich in die industriellen Zentren. Die ungleiche Verteilung von Migrantinnen und Migranten auf Städte und Kommunen lässt im Alltag entsprechend unterschiedliche Möglichkeiten für Kontakte und gemeinsame Erfahrungen von lange Ansässigen und Zugewanderten entstehen. Wenn konflikttheoretische Ansätze betonen, dass Kontakte in Verbindung mit Kooperationen notwendig sind, um den Abbau von Vorurteilen bzw. von Konfliktpotenzial zwischen Gruppen zu fördern, dürften Alltagserfahrungen eine wichtige Rolle in Integrationsprozessen spielen. Um dies empirisch zu beleuchten, werten die Autorinnen eine Umfrage des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zur Nachbarschaft von Deutschen und Ausländern im Wohngebiet aus. Dabei gilt der erste Blick der Entwicklung von Urteilen über die Zeitspanne von 2000 bis 2012. Der zweite vertiefende Blick richtet sich auf Zusammenhänge zwischen Nachbarschaftsurteilen und der Qualität des Wohngebiets sowie auf den Zusammenhang zwischen Nachbarschaftsurteilen und der persönlichen Erfahrung mit Zugewanderten bzw. der geäußerten Kontaktintensität. Die Ergebnisse legen nahe, dass Integration von Migrantinnen und Migranten in Deutschland offenbar verbreitet in Wohnnachbarschaften erfolgt, die auf der Ebene eher distanzierter Nachbarverhältnisse ein Kennenlernen in alltäglichen Lebensvollzügen ermöglichen. Als problematisch werdenMigranten in der Nachbarschaft vor allem von denjenigen thematisiert, die keine Nachbarn mit Migrationshintergrund haben. Wie stark Deutschland inzwischen auf der Ebene der Wohngebiete internationalisiert ist, zeigt sich jedoch in den über die Jahre gewachsenen Erfahrungen mit aus dem Ausland zugewanderter Nachbarschaft und in einer stetig wachsenden Integrationsbereitschaft.
item.page.description
Schlagwörter
Zeitschrift
Informationen zur Raumentwicklung
Ausgabe
Nr. 5
Erscheinungsvermerk/Umfang
Seiten
S. 427-436