Kleinbürgerliche Politisierung. Zur Partizipationsform des Vereinslebens und der Verbandstätigkeit.

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Abstract

Die Partizipationsforschung geht davon aus, daß sich für den durchschnittlichen Bürger im Reproduktionsbereich aufgrund der geringeren Existenzbedrohung und der Geselligkeitsmöglichkeiten am ehesten politische Handlungsfelder eröffnen.Als verbreitetste Form der Selbstorganisierung spielt hier das Vereins- und Verbandsleben eine herausragende Rolle.Während die Vereine sich selbst als soziale übergreifende 'Träger des Gemeinwohls' begreifen, zeigen wissenschaftliche Studien jedoch übereinstimmend die Dominanz mittelständischer Führungsgruppen und Interessen in den Vereinen auf.Die Bürokratisierungstendenzen der Vereine zu kleinbürgerlich beherrschten Funktionärsverbänden, die auf Mitgliederaktivität verzichten, sind z.B. in den Sportvereinen ebenso deutlich wie in den Gewerkschaften.Neue, positive Ansätze zur Politisierung bieten hingegen Bürgerinitiativen - auch in Vereinsform - wenn sie die Bedürfnisse nach Solidaritätm Anerkennung und Geselligkeit berücksichtigen.

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Keywords

Partizipation, Selbstorganisation, Kleinbürgertum, Bürokratisierung, Verein, Verband, Politik, Soziologie

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In: Politisierung des Alltags.Gesellschaftliche Bedingungen des Friedens; Hrsg.Bahr, Hans-Eckehard, Darmstadt/Neuwied: (1972), S. 70-91,

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Partizipation, Selbstorganisation, Kleinbürgertum, Bürokratisierung, Verein, Verband, Politik, Soziologie

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Reihe Theologie und Politik; 4