Gehkultur. Mobilität und Fortschritt aus fußläufiger Sicht seit der Industrialisierung.

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Frankfurt/Main

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ZLB: 99/3143

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DI

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Abstract

Der Fußgänger ist verschwunden und als Autofahrer wieder aufgetaucht. Ohne Zweifel ist Gehen, als früher selbstverständliche Art der Fortbewegung, einem kollektiven Gewohnheitsverlust zum Opfer gefallen, und zwar in einem langwierigen, aber steten Verdrängungsprozeß seit der Industrialisierung. Doch die Geschichte der Mobilität ist auch eine Geschichte des Widerstands gegen die "unmenschliche" Beschleunigung. Die Spuren dieser "Vorgänger", etwa der Flaneure oder der Fußreisenden, sind heute wieder interessant, wenn im neuen Kontext Modelle einer "Entschleunigung" der Lebenswelt diskutiert werden. Fußgänger bewegen sich heute in Nischen, geschützt, und doch nicht wirklich gefördert. Trotzdem bleibt das Gehen unverzichtbar. Nicht nur kompensativ, als Abfederung oder Unterbrechung im stressigen Alltag, sondern wegen der nicht substituierbaren "fußläufigen" Perspektive auf die Welt. difu

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352, XLIII S.

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Grazer Beiträge zur europäischen Ethnologie; 7