Die Stadtverwaltung Berns. Der Wandel ihrer Organisation und Aufgaben von 1832 bis zum Beginn der 1920er Jahre.

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Zürich

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ZLB: 2004/3402

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DI

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Abstract

Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise und leeren Stadtkassen lagern die Städte gegenwärtig immer mehr ihrer Aufgaben aus. Vor knapp hundertfünfzig Jahren sah die Situation ganz anders aus. Die alte Stadt besaß nur einen kleinen Aufgabenkreis, der sich im Wesentlichen auf die lokale Polizei, das Armen- und Vormundschaftswesen sowie die Nutzung und Veräußerung der städtischen Immobilien beschränkte. Regierung und Verwaltung waren auf vielfältige Weise miteinander verzahnt, und der Verwaltungsapparat bestand aus lose nebeneinander bestehenden Kommissionen. Mit der einsetzenden Urbanisierung begann Bern, wie alle europäischen Städte, seine Aufgabenbereiche erheblich auszuweiten. Die rapide Zunahme der Bevölkerung, die Industrialisierung und der sich verändernde Lebensstil stellten die Stadtverwaltung vor neuartige, komplizierte und kostspielige Probleme. Es brauchte mehr Lebensmittel, mehr Wasser und mehr Wohn- und Arbeitsraum. Es wurden mehr Güter verbraucht und mehr Abfall produziert. Um das Zusammenleben der immer mehr werdenden Einwohner zu ermöglichen, musste die Stadtverwaltung steuernd eingreifen. Die traditionellen Pflichtaufgaben wurden den gewandelten Anforderungen angepasst und durch neue Leistungsangebote erweitert. Aufgaben und Organisation der Stadtverwaltung änderten sich grundlegend, und die Stadt bildete das heute geläufige Profil einer modernen Verwaltung, deren Verwaltungsapparat sich durch eine sachkonforme, hierarchische Struktur auszeichnet. Wie überall entstand auch in Bern die moderne Verwaltung in mehreren Etappen, die mit dem Sturz der alten Stadtrepublik, der Trennung von Stadt und Kanton und der Schaffung der Einwohnergemeinde im Jahr 1832 begann und mit der Einführung des reinen Ressort- und Direktorialsystems durch die Verwaltungsreform 1920/22 endete. difu

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427 S.

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