Wohnungsbau der 30er Jahre in Berlin. Substandard mit ideologischem Vorzeichen.
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1989
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IRB: Z 252
SEBI: Zs 490-4
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Zusammenfassung
Der große Bestand an Wohnungen aus der Zeit des 3. Reiches in Berlin bzw. die nationalsozialistische Wohnungsbaupolitik insgesamt ist bis heute kaum untersucht worden. Diese Vernachlässigung korrespondiert mit der Hintanstellung des Wohnungsbaues in den ersten Jahren nach der Machtergreifung. Gegen die moderne Architektur von Wohnanlagen wie Scharouns Siemensstadt wurden wahre Hetzkampagnen entfesselt. Der nationalsozialistische Wohnungsbau bewirkte in der Formensprache einen Rückgriff auf konservative und traditionalistische Gestaltungsgrundsätze, die von der breiten Masse der Architekten bereitwillig übernommen wurde. Öde Lochfassaden mit einer fatalen aber gewollten Ähnlichkeit zu Kasernenbauten lösten die farbenfrohen und kreativen Experimente des neuen Bauens und der expressionistischen Stilversuche ab. Letztlich zeigt sich aber erst in der mangelhaften Ausstattung der Wohnungen und der reaktionaeren Grundrissgestaltung das Ausmaß des Qualitätsabfalles. Im einzelnen wird die Modernisierung der GSW-Siedlung am Grazer Damm, die Siedlung Falkenhausenweg in Steglitz und die Wohngebäude des GSW an der Bernauer Straße und die speziellen Erfahrungen mit diesem Altbaubestand der 30er Jahre geschildert. (hg)
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Berliner Bauwirtschaft, Wiesbaden 40(1989), Nr.15, S.301-304, Abb.;Lit.