Zum Verhältnis von Dörflichkeit und Infrastrukturen. Qualitative Fallstudien in zwei niedersächsischen Dörfern.

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Hannover

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ZLB: Kws 175/226

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DI

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Abstract

Die Untersuchung setzt Dörflichkeit und Infrastrukturen in ein Verhältnis zueinander. Die Ausgangsthese ist, dass Dörflichkeit dort besonders stark ausgeprägt ist, wo dörfliche Infrastrukturen, verstanden als Orte verdichteter Kommunikation, vorhanden sind. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass dort, wo wenige Infrastrukturen existieren, die Ausprägung von Dörflichkeit geringer ist. Für die Untersuchung werden qualitative Fallstudien in zwei niedersächsischen Dörfern durchgeführt, die sich hinsichtlich bestimmter Dimensionen ähneln, aber auch deutliche sozialstrukturelle, ökonomische und demographische Differenzen aufzeigen. Zunächst wird auf Basis leitfadengestützter Interviews mit Dorfbewohner*innen eine empirisch begründete Charakterisierung von Dörflichkeit, verstanden als spezifische Ausprägung von Sozialität, vorgenommen. Erstaunlicherweise können trotz der Unterschiedlichkeit der Dörfer kaum Differenzen darin festgestellt werden, was das Phänomen der Dörflichkeit auszeichnet. Darüber hinaus wird in der Arbeit ein soziologisches Verständnis von Infrastrukturen entwickelt, dass sich vom bisher vorherrschenden technischen und ökonomischen Verständnis von Infrastrukturen unterscheidet, um der den Infrastrukturen zugeschriebene Sozialität herauszuarbeiten. Für den empirischen Teil zu dörflichen Infrastrukturen werden Interviews mit Betreiber*innen und Nutzer*innen geführt und deren Perspektiven auf die vorhandenen Infrastrukturen in den Dörfern herausgearbeitet und untersucht, worauf sie sich in den Beschreibungen der jeweiligen Infrastruktur beziehen - verweisen die Interviewpartnerinnen und -partner auf Dörflichkeit oder nicht? Das Ergebnis der Arbeit ist eine Typologie des Verhältnisses von Dörflichkeit und Infrastrukturen. Es wird gezeigt, ob und wie Dörflichkeit und infrastrukturelle Sozialität miteinander korrespondieren.

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VIII, 211

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