Hat Dresden Antennen? Die Funktion der Stadt für gesamtgesellschaftliche Debatten seit 1989.

Klett-Cotta
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Klett-Cotta

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Stuttgart

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0026-0096

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ZLB: A 85 ZA 1382
TIB: ZX 91

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Abstract

Wenn Pegida eine "Schande für Deutschland" ist, dann fällt auf Dresden ein tiefer Schatten stadtgesellschaftlichen Versagens. Seit dem rhythmischen An-, Ab- und Wiederanschwellen einer islamskeptischen, asylreservierten, partei- und medientrotzigen Protestbewegung im städtischen Zentrum richtet sich ein erschrockener, aufgeschreckter Blick auf Dresden - von außerhalb, ja international, aber auch lokal in Dresden selbst. In die öffentliche Abscheu mischt sich ein Schuss Schadenfreude, dass das "schöne Dresden" vom hohen Ross gefallen zu sein scheint, mit der erneut bestätigten Westerwartung einer steckengebliebenen Mentalprovinzialität Ostdeutschlands. Selbst die prominenten Stadtsänger rechnen nun endgültig mit der Stadt ab (Durs Grünbein). Hockt die Dresdner Stadtgesellschaft nach wie vor im sprichwörtlichen "Tal der Ahnungslosen", ohne jedes kognitiv-emotionale Verständnis für die Realität und für das selbstverständliche Ethos einer Weltgesellschaft?

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Merkur

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Nr. 795

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S. 16-28

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