Die amtliche Kinder- und Jugendhilfestatistik.

Schilling, Matthias
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Datum

2002

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DE

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Dortmund

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EDOC

Zusammenfassung

Unter Rückgriff auf verschiedene wissenschaftliche Methoden umfasst die Dissertation eine differenzierte Untersuchung der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik (KJH-Statistik).In den umfangreichen Analysen konnte aufzeigt werden, dass die Kinder- und Jugendhilfe nach der Reform des Erhebungskonzeptes Anfang der 1990er-Jahre über umfangreiche und tief gegliederte Daten verfügt, die nicht nur Eckwerte beinhalten, sondern auch wichtige Information über die AdressatInnen, ihre sozialen Hintergründe und die Art der Hilfegewährung. Ebenso wurde deutlich, dass die KJH-Statistik sich nicht nur auf eine Beobachtungsperspektive beschränkt, sondern einen umfassenden Ansatz verfolgt, bei dem Strukturmerkmale (Einrichtungen, Art der verfügbaren Plätze, tätige Personen, Ausgaben und Einnahmen), Merkmale der AdressatInnen und der Hilfegewährung zentrale Elemente des gesamten Erhebungskonzeptes sind.In der kritischen Analyse der Teilstatistiken wurde allerdings auch herausgearbeitet, dass trotz der erheblichen Ausweitung immer noch wichtige Bereiche der Kinder- und Jugendhilfe, wie z.B. die Kinder in Tageseinrichtungen für Kinder oder die AdressatInnen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, nicht berücksichtigt werden. Die Analyse des Erhebungsinstrumentes beschränkte sich allerdings nicht nur auf konzeptionelle Überlegungen, sondern zielte auch darauf, die kritische Frage zu stellen, wie zuverlässig die Erhebungsergebnisse sind. Die Analyse aller Stationen der Erhebung der einzelnen Teilstatistiken konnte zunächst einmal aufzeigen, dass es sich bei dem Erhebungsverfahren um ein hoch komplexes Geschehen handelt, das an die Auskunftspflichtigen hohe Anforderungen stellt. Die empirische Überprüfung ausgewählter Erhebungsbereiche mit anderen nicht-amtlichen Daten kam zu dem Ergebnis, dass ca. 20% in der Summe aller Hilfen zur Erziehung, die in der KJH-Statistik ausgewiesen werden, entweder fehlerhaft sind oder erst gar nicht erst erfasst wurden. Insbesondere durch die Auswertung von ExpertInneninterviews konnten mehrere Begründungszusammenhänge erkannt und Strategien zur Verbesserung der Erhebungsqualität entwickelt werden.Insgesamt ermöglicht die systematische und vollständige Darstellung und Analyse der KJH-Statistik, dass insbesonders die wissenschaftliche Sozialpädagogik im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfeforschung, die umfangreichen Ergebnisse der KJH-Statistik für die Bearbeitung aktueller und zukünftiger Forschungsvorhaben im Lichte ihrer Möglichkeiten aber auch ihrer klar erkennbaren Grenzen nutzt.

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338 S.

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