Psychische Gesundheit, Wohlbefinden und Urbanität. Ein Beitrag zum neuen wissenschaftlichen Themenfeld "Neurourbanistik".
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DE
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Berlin
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ZLB: Kws 250,6/28:2017/18
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EDOC
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Abstract
Eine zunehmende Urbanisierung in den immer größeren und schneller wachsenden Metropolräumen ist eine der wesentlichen gesundheitsrelevanten Veränderungen in der heutigen Zeit und stellt neue Herausforderungen an die Zukunft der Städte. In den hochverdichteten Städten sind immer mehr Menschen potenziellen Risikofaktoren der urbanen sozialen Umwelt ausgesetzt. Die hieraus resultierende Stressexposition wirkt sich negativ auf die psychische Gesundheit der Stadtbewohner aus. Neurowissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Verarbeitung von Stress und Emotionen im Gehirn durch das Stadtleben beeinflusst wird. Über die spezifischen Wechselwirkungen zwischen der (städte)baulichen Struktur, den Umweltbedingungen in den Stadträumen sowie den dadurch induzierten Verhaltensmustern und den psychischen Belastungen liegen jedoch bislang wenig gesicherte epidemiologische Erkenntnisse vor. Mit den Themenfeldern Urbanität und psychische Erkrankungen befassen sich vor allem die "Umweltpsychologie" sowie der neue Forschungszweig "Neurourbanistik". Die stark interdisziplinär ausgerichtete Umweltpsychologie setzt sich im weitesten Sinn mit den Umweltfaktoren und Umwelteinflüssen sowie den Wechselwirkungen auf die menschliche Psyche auseinander. Umweltpsychologische Beiträge, die sich mit dem Themenfeld "Urbanisierung" befassen, gehen in der Regel von zwei unterschiedlichen Ansätzen aus: Beschreibung und Analyse der aktuellen Situation oder die Bereitstellung von Wissen im Hinblick auf Lösungen und Möglichkeiten zur Gestaltung von Veränderungsprozessen. Die Neurourbanistik verfolgt das Ziel, durch ein umfassenderes Wissen über die Wechselwirkungen der Umwelt und die Ausprägungen psychischer Störungen neue Ansatzpunkte zur Verbesserung der urbanen Lebens- und Wohnumfeldbedingungen zu finden. Neurowissenschaftler und Psychiater arbeiten hier eng mit Vertretern der planenden Fachbereiche wie Architekten, Stadtplanern, Geografen und Sozialwissenschaftlern zusammen. Im Vordergrund steht das Ziel, ein besseres Verständnis davon zu gewinnen, welche Faktoren Stadtstress bewirken und wo gesundheitsfördernde Aspekte des Stadtlebens zu finden sind.
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S. 113-118