Rechtliche und fachliche Grundlagen zum ElektroG. Teil 3: Anforderungen an die Ermittlung des individuellen Anteils an Altgeräten an der gesamten Altgerätemenge pro Geräteart durch Sortierung oder nach wissenschaftlich anerkannten statistischen Methoden.

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Dessau

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1862-4804

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Abstract

Das Elektro- und Elektronikaltgerätegesetz (ElektroG) legt fest, nach welchen Methoden die individuellen Verpflichtungen hinsichtlich Elektroaltgeräten aus dem privaten Gebrauch (B2C) je Hersteller bestimmt werden kann. Es sieht die Möglichkeit vor, dass ein Hersteller diese durch "Sortierung oder nach wissenschaftlich anerkannten statistischen Methoden nachgewiesenen Anteil seiner eindeutig identifizierbaren Altgeräte an der gesamten Altgerätemenge pro Geräteart" bemessen kann. Im Zuge des Teilberichts werden die Methoden Haushaltsbefragung, Hochrechnung auf Basis von Herstellerangaben, Sichtung und Sortierung auf ihre praktische Durchführbarkeit inkl. der Bestimmung der Mindeststichprobenmengen unter Anwendung verschiedener statistischer Ansätze und Abschätzung des technisch-organisatorischen Aufwands überprüft. Außerdem werden die damit verbundenen finanziellen Aufwendungen abgeschätzt. Es zeigt sich, dass drei Ansätze zur Ableitung der Mindest-Stichprobengröße (Container je Sammelgruppe) die zu ziehenden Stichprobenumfänge pauschal festlegen. Zur Durchführung des einzigen statistisch abgesicherten Ansatzes sind umfangreiche praktische Untersuchungen der Merkmalsstreuung notwendig. Um diesen Ansatz dennoch ökonomisch bewerten zu können, wurden Streuungen abgeschätzt. Es zeigt sich, dass die Mindest-Stichprobenmengen in Abhängigkeit der Sammelgruppe sowie des untersuchten statistischen Ansatzes stark variieren. Nach Erhebung praxisnaher Kennzahlen werden die Methoden "Sortierung" und "Sichtung" als praktisch realisierbare Varianten zur Bestimmung der individuellen Produktverantwortung angesehen. Unter Anwendung realer Kostenansätze wird festgestellt, dass mit der Anwendung pauschaler Ansätze zur Bestimmung der Stichprobengröße geringere technisch-ökonomische Aufwendungen als bei dem statistisch abgesicherten Ansatz entstehen.

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86 S.

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Texte; 14/2008