Ländliche Gesellschaft Württembergs im Umbruch. Ein Beitrag zur politischen und sozialen Geschichte während der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Dargestellt am Beispiel des Oberamts Vaihingen/Enz.

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Stuttgart

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ZLB: 93/2341

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Abstract

Das Leben auf dem württembergischen Lande läuft und lief unter eigenen Gesetzmäßigkeiten ab. Weit weniger als von den Demokraten erhofft und von den Monarchisten befürchtet, ließ sich "das Volk" von den Geschehnissen der Französischen Revolution im nahen Frankreich anstecken. Ländliches Leben war nicht auf die Politik orientiert, es kreiste allein um den Boden und das tägliche Auskommen, ganz zuletzt um die Staatsgeschäfte des im fernen Stuttgart residiernden Fürsten. Ziel der Studie ist es, herauszuarbeiten, in welcher Weise das Volk Württembergs in der Umbruchphase der französischen Revolution am politischen Geschehen teilnahm, ob es aus einem ihm innewohnenden Traditionalismus im Gegebenen verharrte oder zu neuen gesellschaftlichen Formen fand. Während zunächst "Besitz" und "Landvolk" charakterisiert und vorgestellt werden, folgt als Fallbeispiel die Analyse der Bevölkerung des Dorfes Ensingen (Landkreis Vaihingen), um die für ganz Württemberg gängigen Verhaltensmuster im Umbruch vom 18. zum 19. Jahrhundert aufzuzeigen. Zur Baugeschichte wird festgestellt, daß Ansätze staatlicher Architektur das mittelalterliche Erscheinungsbild der Landstadt Vaihingen milderten. Die projektierte "Heilbronner Vorstadt" wird als gescheitertes Beispiel amtlicher Planung charakterisiert. sosa/difu

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534 S.

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