"Dem Sempachersee kommt die Gülle hoch". Das Spannungsfeld zwischen intensiver Tierhaltung und Gewässerschutz im Kanton Luzern 1976-2003.

Bautz
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Nordhausen

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ZLB: Kws 256/164

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DI

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Abstract

Ab Mitte der 1970er Jahre löste das Seesterben im Luzerner Mittelland, welches größtenteils durch massive Düngereinträge seitens einer bodenunabhängige Masttierhaltung verursacht wurde, eine lang anhaltende Debatte um die Problematik von intensiver Tierhaltung und Gewässerverschmutzung aus. Es wird nachgezeichnet, wie die Gesellschaft im Zeitraum von 1976 bis 2003 mit diesem dringlichen Umweltproblem umging, nach Ursachen forschte und verschiedene Handlungsstrategien zur Problemlösung entwickelte. Die Gestaltungsräume umwelt- und gewässerschutzpolitisch motivierter Maßnahmen wurden von Beginn an durch die der Agrarpolitik inhärenten Pfadabhängigkeiten mitbestimmt und empfindlich eingeengt. Der dadurch entstehende Interessenskonflikt, das entsprechende Ringen um eine Kompromissfindung, als auch die gesellschaftliche Perzeption des Umweltproblems Seesterben und der Überdüngungsproblematik werden erstmals umwelthistorisch aufgearbeitet.

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281 S.

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Berner Forschungen zur Neuesten Allgemeinen und Schweizer Geschichte; 12