Instant Urbanism. Auf den Spuren der Situationisten in zeitgenössischer Architektur und Urbanismus. Tracing the theories of the situationists in contemporary architecture and urbanism.

Merian
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Merian

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CH

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Basel

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ZLB: 4-2008/2121

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SW

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Zusammenfassung

Anhand der heterogenen Projekte verknüpft "Instant Urbanism" die visionäre Architektur und Stadtplanung zur Zeit der Situationisten in den 1960er- und 70er-Jahren mit zeitgenössischen wegweisenden Architektur- und Städtebauprojekten, die man als Umsetzung der von den Situationisten entwickelten Kritik und Theorie des urbanen Raumes betrachten könnte. Die in der Ausstellung versammelten zeitgenössischen Projekte und Interventionen sind sehr viel pragmatischer und bescheidener im Maßstab als die experimentelle und visionäre Architektur jener Jahre. Gleichzeitig zeigen sie auf einer praktischen Ebene, wie auf den Spuren der Situationisten in zeitgenössischer Architektur und Urbanismus die Neudefinition der Stadt als Ort der spielerischen Aneignung aussehen könnte. Modulare und temporäre Strukturen des französischen Architektenkollektivs EXYZT (Paris) und des Wiener Projektes (add on. 20 höhenmeter) stehen neben Beispielen für Container-Architektur und rasch aufstellbaren viralen Konstruktionen, die zur Schaffung und Erweiterung sozialer Räume eingesetzt werden können. Die Enzi-Module von PPAG zeigen, wie wirkungsvoll ein kultureller Raum besetzt und für bisher nicht vorgesehene urbane Zwecke nutzbar gemacht werden kann. Eine Sektion über urbanes Nomadentum greift die Überzeugung der Situationisten auf, dass Stadtbewohner jederzeit bereit sein sollten, umzuziehen und ihr urbanes Umfeld ihren Bedürfnissen anzupassen. Das "detournement" - die künstlerische Strategie der Zweckentfremdung durch Aneignung und Rekontextualisierung - wird mittels hybrider Architekturen und Installationen, die unsere Vorstellungen von nutzbaren Stadträumen in Frage stellen, auf die architektonische Praxis übertragen. Auch die "dérive" der Situationisten, jene Strategie zur Erforschung der immer stärker zerstückelten Stadträume durch bewusst zielloses Umherschweifen, erfährt eine zeitgenössische Wendung.

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80 S.

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S AM; 02