Warmmietenneutrale Modernisierung - Vorbild oder nur ein Einzelfall? Berlin: Charlottenburger Baugenossenschaft realisiert integriertes Gesamtkonzept.

Hammonia
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Herausgeber

Hammonia

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Hamburg

Sprache

ISSN

0939-625X

ZDB-ID

Standort

ZLB: 4-Zs 613
BBR: Z 143

Dokumenttyp (zusätzl.)

Zusammenfassung

Mitten in der Diskussion über die möglichen Auswirkungen eines von der Berliner Umweltverwaltung geplanten Klimaschutzgesetzes auf die Mietpreisentwicklung in der Hauptstadt präsentierte die Charlottenburger Baugenossenschaft eG das gelungene Beispiel einer warmmietenneutralen energetischen Sanierung im Berliner Bezirk Spandau, das in dem Beitrag vorgestellt wird. Bei dem Pilotprojekt handelt sich um einen Gebäudeblock aus den 1950er Jahren mit 132 Wohnungen, der aus sechs versetzt angeordneten Häusern mit jeweils drei Stockwerken besteht. Die Wohnungen waren mit älteren Gasetagenheizungen ausgestattet, die Fenster befanden sich in einem renovierungsbedürftigen Zustand und die Wände hatten keinerlei Isolierung gegen Wärmeverluste. Das Sanierungsvorhaben wurde zusammen mit der Berliner Energieagentur (BEA) als Anlagen-Contractor durchgeführt. 5,7 Millionen Euro investierte die Baugenossenschaft in die energetische Sanierung, davon 1,7 Millionen aus Eigenkapital, 3,8 Millionen aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und 200.000 Euro als Zuschuss der Investitionsbank Berlin-Brandenburg für die Fassadendämmung. Die wichtigste Frage neben den baulichen Maßnahmen war die Entwicklung der Nutzungsgebühren. Die Rechnung der Baugenossenschaft läuft auf ein Nullsummenspiel hinaus: Die Mieter erhalten auf die durchschnittliche Nutzungsgebühr in Höhe von 4,27 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche einen Modernisierungszuschlag von 0,84 Euro auf die Kaltmiete. Im Gegenzug hat die Baugenossenschaft einen Rückgang der Kosten für Heizung und Warmwasser von derzeit 1,36 Euro pro Quadratmeter auf nur noch 0,49 errechnet. Möglich wurden die Einsparungen durch ein Gesamtpaket aus Dämmung und neuer Anlagentechnik. Erstmals setzte die Baugenossenschaft in ihrem Bestand eine Anlage mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ein. Zusätzlich zum Blockheizkraftwerk (BHKW) im Keller installierte die BEA auf den Dächern der Gebäude eine Photovoltaikanlage, die rund 60 Megawattstunden Strom pro Jahr liefert.

Beschreibung

Schlagwörter

Zeitschrift

Die Wohnungswirtschaft

Ausgabe

Nr. 12

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Seiten

S. 64-65

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