Wohnen - jenseits historiografischer Turns und Trends? Beispiele aus europäischen Städten des 20. Jahrhunderts.
Chronos
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Chronos
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CH
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Zürich
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ZLB: Kws 520/42
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Zusammenfassung
Was mögen die Gründe für eine nach wie vor eine große Diskrepanz zwischen lebensweltlicher Relevanz des Wohnens und der Relevanz dieses Themenfelds für die Geschichtswissenschaft des 20. Jahrhunderts. Für konventionell denkende HistorikerInnen gehört Wohnen wohl nach wie vor zum Privatbereich, den zu erforschen nicht ihr Primäranliegen sein sollte, wobei oftmals unberücksichtigt bleibt, dass die Privatsphäre in vielerlei Hinsicht häufig zu einer öffentlichen Angelegenheit geworden ist. Andere ForscherInnen meinen wohl, das Thema sei besser für Nachbarfächer geeignet, vor allem für die Architekturgeschichte und die Historische Anthropologie. So mancher Historiker ordnet die Geschichte des Wohnens zudem wohl unausgesprochen der Frauengeschichte zu. Indessen haben sich diese ihrerseits bislang mehr mit Haustechnik, Familie, Geschlechterrollen und Sexualität beschäftigt als mit dem Wohnen. Sicherlich ließe sich die Liste der Begründungen für die Nachrangigkeit des Wohnthemas fortsetzen, doch, wie im Beitrag gezeigt wird, lassen gerade die neueren Forschungsrichtungen eine Reihe von Fragen und Aspekten aufkommen, welche die Forschung über das Themenfeld Wohnen bereichern können und dies ansatzweise auch tun. Ziel der Ausführungen ist, solche methodisch weiterführenden Zugriffsmöglichkeiten vorzustellen und diese durch einige Beispiele, vor allem aus der europäischen Stadtgeschichte des 20. Jahrhunderts, zu veranschaulichen.
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S. 27-57
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Schweizerisches Jahrbuch für Wirtschafts- und Sozialgeschichte; 28