"In the Middle of the Road..." - das Automobil als Schlüsselprodukt der modernen, technisierten Gesellschaft.

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Bremen

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ZLB: 95/450-4

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DI

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Abstract

Der Autor behandelt aus historischer Perspektive die soziotechnische Kongruenz von Stillstand, Kontinuität, Überschaubarkeit, Berechenbarkeit und Bewegungslosigkeit in einer Gesellschaft vollkommen mobilisierter Individuen. Das Automobil ist wie kaum ein anderes Produkt der Moderne dazu geeignet, seine Benutzer auf die Transformation zu einem mehr oder weniger bewegten Mitbürger in einer technischen Welt festzulegen. Die Geschichte der Automobilmachung ist weitgehend eine Geschichte der Passivierung und Entmächtigung, in der Produktion wie in der Nutzung und Verbreitung des Produkts wie in der Anpassung der Umwelt an das Automobil. Somit scheint die aktuelle Automobilkritik, die das Autofahren als psychopathisch betrachtet, doppelt problematisch, weil nicht nur die das soziale Handeln strukturierende Dimension des motorisierten Individualverkehrs negiert wird, sondern vor allem auch, weil mit der Pathologisierung eine weitere Vereinzelung des Autofahrers stattfindet, anstatt das Vordringen des Autoverkehrs durch eine Thematisierung der Machtfragen der Autogesellschaft abzubremsen. kmr/difu

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186 S.

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