Ohne Verkehrspolitik gibt es keine Verkehrsgestaltung. Zur Entwicklung des Verkehrs seit der Deutschen Einheit. T. 2.

E. Schmidt
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Bandtitel

Herausgeber

E. Schmidt

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Berlin

Sprache

ISSN

0340-4536

ZDB-ID

Standort

ZLB: 4-Zs 399
BBR: Z 545

Dokumenttyp (zusätzl.)

Zusammenfassung

Die materiellen Strukturen für wirtschaftliche und private Nutzungen und die dazugehörigen Verkehrsverflechtungen sind während langer Zeiträume entstanden: Die Struktur der Kernstädte während mehrerer Jahrhunderte, die stadtregionalen Lebensräume seit Beginn der öffentlichen Verkehrssysteme und das öffentliche Straßen- und Wegenetz gleichfalls über mehr als ein Jahrhundert. Dies begrenzte bis zur deutschen Vereinigung die Veränderungsmöglichkeiten der Verkehrsgestaltung. In der räumlichen Entwicklung der Stadtregionen in den neuen Ländern lag das Potenzial zur Verkehrsvermeidung durch gesteuerte Entwicklung der Raumstrukturen bei bis zu 15 Prozent im Gegensatz zu den im Westen möglichen 2 bis 3 Prozent. Diese kurzfristige Option bei den stadtregionalen Lebensräumen gibt es nicht mehr und darüber hinaus haben die "Verkehrsprojekte Deutsche Einheit" nicht die erwarteten Impulse für die Neuansiedlung von Wirtschaftsunternehmen gebracht, sondern dienen heute eher für das Pendeln in weiter entfernte Westregionen. Vor diesem Hintergrund werden in dem Beitrag die Entwicklungen von Straßenverkehrsleistungen im Personen- und Güterverkehr sowie die damit verbundenen CO2-Emissionen seit 1990 dargestellt. Das markanteste Ergebnis der vergleichenden Betrachtung ist die sehr unterschiedliche Erfüllung von Erwartungen für den privaten Personenverkehr und den Wirtschaftsverkehr. Während sich im privaten Personenverkehr außer technischen Weiterentwicklungen von Fahrzeugen wenig getan hat, hat sich der Wirtschafts- und Güterverkehr umweltfreundlicher entwickelt, als prognostiziert wurde. Daher ist der private motorisierte Individualverkehr der bedeutendste Aufgabenbereich einer gestaltenden nationalen Verkehrspolitik. Da Verkehrsverhalten im System Automobilität nicht in der Beschränkung auf soziale oder ökonomische Kategorien beeinflusst werden kann, muss versucht werden, die gebauten Strukturen und die organisatorischen Abläufe zu beeinflussen und zu gestalten.

Beschreibung

Schlagwörter

Zeitschrift

Verkehr und Technik

Ausgabe

Nr. 11

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Seiten

S. 399-403

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