Reurbanisierung in ostdeutschen Grossstädten. Regionale, städtische und Quartiersanalysen unter besonderer Berücksichtigung demographischer Prozesse.
TH Zürich, NSL
Zitierfähiger Link:
Keine Vorschau verfügbar
Datum
2010
item.page.journal-title
item.page.journal-issn
item.page.volume-title
Herausgeber
TH Zürich, NSL
Sprache (Orlis.pc)
CH
Erscheinungsort
Zürich
Sprache
ISSN
0521-3625
ZDB-ID
Standort
ZLB: 4-Zs 2586
BBR: Z 2513
IFL: I 4087
BBR: Z 2513
IFL: I 4087
Dokumenttyp
Dokumenttyp (zusätzl.)
Zusammenfassung
Für die seit wenigen Jahren wieder wachsenden Kernstädte in Ostdeutschland diagnostiziert die Autorengruppe Reurbanisierungsprozesse, die dem Begriffsverständnis, wie es in dem Phasenmodell von van den Berg et al. zum ersten Mal formuliert wurde, sehr nahe kommen. Für Städte wie Dresden, Erfurt, Potsdam, Weimar und Jena trifft zu, was die Autoren am Beispiel Leipzig detailliert herausarbeiten. Die Kernstädte nehmen an Einwohnern wieder zu, während die Bevölkerungsentwicklung im Umland rückläufig ist. Nach Jahren der Bevölkerungsverluste, in denen sich inter- und intraregionale Wanderungsverluste und Sterbeüberhänge aufsummierten, wachsen diese Kernstädte wieder, und innerhalb der Städte im besonderen Maße deren innerstädtische Bezirke. Das Wachstum speist sich überwiegend aus jungen Berufsanfängern und Studierenden, die vor allem aus dem eigenen Bundesland oder aber anderen ostdeutschen Bundesländern kommen. Bei der "Reurbanisierung" in Ostdeutschland handelt es sich also nicht oder zu einem sehr kleinen Teil um die Rückwanderung von Haushalten, die in den 1990er-Jahren in das Umland gezogen waren. Aber auch eine im doppelten Sinne prekäre Nachhaltigkeit dieser Reurbanisierung wird deutlich: Zum einen stützt sich die Zuwanderung auf Altersgruppen, die in Zukunft als unausweichliche Folge des demographischen Wandels immer kleiner werden. Zum anderen beruht der Wachstumserfolg der grossen Städte auf der Umverteilung eines schwächer werdenden Potenzials und geht daher ebenso unausweichlich mit einem Schrumpfen der kleineren und agglomerationsfernen Städte in den ostdeutschen Bundesländern einher. Reurbanisierung in diesem Kontext bedeutet beschleunigte Schrumpfung der regionalen Peripherien.
item.page.description
Schlagwörter
Zeitschrift
DISP
Ausgabe
Nr. 1
Erscheinungsvermerk/Umfang
Seiten
S. 24-35